Chor der Regensburger Domspatzen – Über 1.000 Jahre Tradition

Als Bischof Wolfgang in Regensburg eine eigene Domschule gründete, schrieb man das Jahr 975. Das liegt über 1.000 Jahre zurück. 1.000 Jahre, in denen die Domschule lückenlos fortgeführt wurde. Jetzt zählen die Regensburger Domspatzen zu den berühmtesten und ältesten Knabenchören der Welt.

Bekannt in Rundfunk und Fernsehen

Regelmäßig treten die Domspatzen auch im Rundfunk und Fernsehen auf. Viele Schallplatten- und CD-Aufnahmen liegen vor, die z.T. auch mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Aktuell sind erhältlich die CD „Konzert für Papst Benedikt XVI.“ (2005) mit über 50.000 verkauften Exemplaren, eine Volkslieder-CD mit dem Titel „Deutsche Volkslieder“ sowie eine DVD „Die Regensburger Domspatzen singen für Papst Benedikt XVI.“ (2006) erschienen.

Im Jahr 2007 erschien die CD „Die musikalische Welt der Regensburger Domspatzen“ mit geistlicher und weltlicher Chormusik, alle Aufnahmen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner. Eine besondere CD, ausschließlich mit geistlicher Chormusik, erschien 2008 unter dem Titel „Sonnengesang“ und beinhaltet u.a. den von den Domspatzen uraufgeführten „Sonnengesang des Franz von Assisi“ von Enjott Schneider.

Im Jahr 2009 konzertierten die Domspatzen zum zweiten Mal in der Sixtinischen Kapelle des Vatikanpalastes in Anwesenheit von Papst Benedikt XVI.. Dies erfolgte anlässlich des 85. Geburtstages seines Bruders Georg Ratzinger mit der Aufführung der Großen Messe in c-Moll von W.A. Mozart. Dieses Werk wurde im Mai 2009 anlässlich des Jubiläums „Tage Alter Musik Regensburg“ erneut aufgeführt, zusammen mit der so genannten „Linzer Sinfonie“ unter Mitwirkung des L’Orfeo Barockorchesters (Konzertmeisterin: Michi Gaigg).

Im Jahr 2010 widmeten sich die Domspatzen zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin und Solisten am 20./21. Mai 2010 schwerpunktmäßig der Großen Messe in C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven sowie Vokalwerken von Franz Schubert. 

Im Frühjahr 2011 konzertierte der Chor zusammen mit Concerto Köln und Solisten zweimal in Regensburg mit einem reinen „Bach-Programm“, darunter das „Magnificat“, das „Himmelfahrtsoratorium“ und die Motette „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“. Am 24. und 25. Mai 2012 steht Schuberts As-Dur Messe zusammen mit der Akademie für Alte Musik Berlin in Regensburg auf dem Programm.

Die Ära Georg Ratzinger - Domkapellmeister und Bruder Papst Benedikt XVI.

v.l.n.r: Georg Ratzinger, Bischof Gerhard Ludwig Müller, Papst Benedikt XVI., Domkapellmeister Roland Büchner vor den Regensburger Domspatzen

Von 1964 – 1994 leitete  Georg Ratzinger diesen „ältesten Knabenchor der Welt“. Er unternahm mit dem Chor jedes Jahr eine ausgedehnte Tournee durch ganz Deutschland. Die großen Auslandsreisen führten die Domspatzen 1984 und 1987 in die USA und 1988 nach Ungarn und Japan. 1991 und 1994 wurden die Verbindungen mit Ostasien weiter ausgebaut. Der Chor war Gast in Japan, Taiwan, Hongkong und Korea. Es folgten Auslandsreisen nach Ungarn, Tschechien und Polen.Zahlreiche Schallplatten- und CD-Aufnahmen entstanden unter seiner Einstudierung und Leitung. 

Berühmtester Wahl-Regensburger ist wohl der Bruder Georg Ratzingers, Papst Benedikt XVI. Mit Regensburg verbinden ihn aber nicht nur seine Jahre als Theologieprofessor an der Universität (1969 bis 1977), sondern vor allem familiäre Bande. Georg Ratzinger, sein älterer Bruder, lebt heute noch in Regensburg. Eltern und Schwester der Brüder Ratzinger sind in Regensburg begraben.

Von der Gründung 975 bis zu den "modernen" Domspatzen

"Schuler, du hast nit szu schik, du ge in kor und sing"

Die Regensburger Domspatzen gibt es seit über tausend Jahren. Bischof Wolfgang gründete im Jahr 975 eine eigene Domschule, die neben dem allgemein bildenden Unterricht besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung legte. Den Schülern war der liturgische Gesang in der Bischofskirche übertragen.

Mitte des 19. Jahrhunderts leitete Domkapellmeister Joseph Schrems eine neue Blütezeit ein. Doch erst Dr. Theobald Schrems machte die Regensburger Domspatzen seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts weltberühmt.

In seiner knapp 40-jährigen Tätigkeit als Domkapellmeister von 1924 bis 1963 baute Schrems die Konzerttätigkeit des Chores, der ausschließlich aus Knaben und jungen Männern besteht, zielstrebig aus, ohne den liturgischen Dienst im Dom St. Peter zu vernachlässigen. Das Musikgymnasium und Internat der Regensburger Domspatzen und eine Tages- und Internatsgrundschule für Grundschulklassen vor den Toren der Stadt, sind sein Lebenswerk.

Regensburg - Heimat der Domspatzen

Regensburg und die Domspatzen gehören einfach zusammen.

„Regensburg liegt gar schön. Diese Gegend musste eine Stadt herlocken.“ Das schrieb Deutschlands berühmtester Dichter, Johann Wolfgang Goethe, 1786 in seinem „Tagebuch von der Italienischen Reise“. Ihre Geschichte führt die Stadt bis auf das Jahr 179 n.Chr. zurück, als der römische Kaiser Marc Aurel hier am nördlichsten Punkt der Donau ein Legionslager namens Castra Regina gründete.

Regensburg besitzt aber auch die größte noch erhaltene mittelalterliche Altstadt Deutschlands. Die Regensburger nennen sie wegen ihres südländischen Flairs und ihrer vielen historischen Bezüge liebevoll „die nördlichste Stadt Italiens“. Im Juli 2006 wurde Regensburg in die Liste der UNESCO-Welterbe-Stätten aufgenommen.

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