Kreuzkapelle als Geburtsstätte Österreichs

Dienstag, 09. Juli 2019, 09.59 Uhr Dokumentarfilm des Domspatzengymnasiums ausgezeichnet.

Der Dokumentarfilm „Die Kreuzhofkapelle Barbing“ des Domspatzengymnasiums ist nun mit dem "Bayerischen Archäologiepreis Schule" ausgezeichnet worden. Der Dokumentarfilm ist das Ergebnis des Schulprojekts „Der Regensburger Kreuzhof“, das im Schuljahr 2017/18 im Rahmen des Schulprogramms „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert wurde. Das Projekt gehörte zum Themenfeld „Gelebtes Erbe: Ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018“ der Deutschen UNESCO-Kommission.

Schüler des achten und neunten Jahrgangs beschäftigten sich in einem gemeinsamen Projekt mit anderen Schulen mit Denkmalen europäischer Geschichte und den sie verbindenden historischen Aspekten. Die Schüler in Regensburg untersuchten insbesondere die historische Bedeutung des Kreuzhofgeländes, eines kleinen Weilers bei Barbing mit einer romanischen Landkirche aus dem frühen 12. Jahrhundert. An diesem heute weitgehend unbekannten, von Industriebauten umschlossenen Ort im Gebiet des Regensburger Osthafens sammelten sich im Mittelalter wohl Kreuzzugsheere auf dem Weg ins Heilige Land. In der Kreuzhofkirche schlichtete Kaiser Friedrich Barbarossa 1156 den Streit um das Herzogtum Bayern, wonach Heinrich der Löwe Herzog von Bayern und die bayerische Ostmark abgetrennt wurde. Somit ist die Kreuzhofkirche die eigentliche Geburtsstätte des souveränen Herzogtums Österreich.

Dass der Wahlkurs "denkmal aktiv" am Domspatzengymnasium für seinen Einsatz bei der Produktion des Dokumentarfilms „Kreuzhofkapelle Barbing“ belohnt wird, ist für die Teilnehmer – Janik und Noah Atzenbeck, Michael Tran, Alexander Krusche, Korbinian Neuert und Paul Schappert – eine erfreuliche Erfahrung. Sie hatten viel Zeit und Herzblut in das Projekt gesteckt und mussten in der Arbeitsphase teilweise recht ernüchternde Erfahrungen verarbeiten. "Dass wir dem Denkmalschutz in Bayern nach Einschätzung der Jury einen Dienst erwiesen haben, freut uns natürlich", stellen sowohl die Schüler als auch ihr Lehrer Christian Kreikle fest. Sie sind jetzt jedenfalls ausreichend motiviert, sich an neue Denkmalschutz-Projekte heranzuwagen.

Mit dem "Bayerischen Archäologiepreis Schule" werden Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen an bayerischen Schulen ausgezeichnet, die sich in Wahlkursen, Projekten oder Seminararbeiten in besonderer Weise und mit herausragendem Ertrag und Engagement für Archäologie und/oder Denkmalschutz in Bayern eingesetzt haben. Der Preis der Gesellschaft Archäologie in Bayern ist mit 500 Euro dotiert.

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Weitere Informationen
zu „denkmal aktiv“ und den Projekten: www.denkmal-aktiv.de

V.l.n.r: Christian Kreikle (betreuende Lehrkraft); Janik Atzenbeck; Michael Tran; Paul Schappert; Korbinian Neuert; Noah Atzenbeck; Alexander Krusche; Dr. Ludwig Husty (2. Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Archäologie) und Wolfgang Judenmann (Leiter des Domspatzen-Gymnasiums).

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