Organspende - ein Herz für den Nächsten

Mittwoch, 18. Mai 2016, 13.05 Uhr Fachschaft Religion lädt kompetente Ratgeber zu den Domspatzen ein

Junger Mann rettet Kind aus brennendem Haus. Teenager bewahrt zwei verunglückte Männer vor dem Tod durch Ertrinken. Ersthelfer belebt kleines Mädchen nach Verkehrsunfall erfolgreich wieder.

In der Öffentlichkeit werden sie immer gefeiert, die Lebensretter. Denn diese besonderen Handlungen unter den schrecklichsten Umständen sind bewundernswert und auch ehrenwert.

Freilich wird eine bestimmte Gruppe von Lebensrettern in der Öffentlichkeit kaum bemerkt. Diese vergessenen Lebensretter sind die Organspender. Aber auch sie tragen einen nicht zu vergessenden Teil dazu bei, dass Leben gerettet wird. Es gibt viel zu wenig dieser Spender in Deutschland. Auf eine Million Einwohner kommen hierzulande nur 10,8 Spender. Der EU-Schnitt liegt bei 19,5 Spendern.

Um mehr Menschen zum Nachdenken darüber zu bringen, ob sie nicht selber ein potentieller Lebensretter sein wollen, fand im Wolfgangssaal des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen auf Initiative der Fachschaft "Religion" ein Vortrag für die zehnten bis zwölften Klassen statt.

Dazu begrüßte die Fachschaft "Religion" Anne Dannemaier und Sarah Merkle, beide Assistenzärztinen der Regensburger Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Der Vortrag kam über den Kontakt zu Univ.-Prof. Dr. med. Michael Melter, dem Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Regensburg zustande. Schon seit längeren bemühen sich Prof. Dr. Melter und seine Assistenzärztinnen, "Organspende" in den Schulen intensiv zu thematisieren.

Um Organe spenden zu können, muss man nicht unbedingt einen Organspende- Ausweis haben. Das Wichtigste ist, dass man seine Angehörige darüber aufklärt, ob man nach dem Tod seine Organe spenden möchte. Denn wenn kein schriftliches Dokument dazu vorliegt, was mit den Organen passieren soll, werden die nächsten Angehörigen gefragt und diese müssen, obwohl sie in über 70 Prozent der Fälle mit der Situation gänzlich überfordert sind, da der Tod ihres Angehörigen meist plötzlich, unerwartet oder auf grausame Weise in ihr Leben platzte, möglichst schnell entscheiden.

Nachdenklich und neugierig beteiligten sich die Domspatzen am Vortrag. Das Thema "Organsspende" hat in den 90 Minuten niemanden unberührt gelassen.

Die Fachschaft "Religion" bedankt sich im Namen der gesamten Schulfamilie der Domspatzen bei Frau Dannemaier und bei Frau Merkle sowie bei Prof. Dr. Melter für den hervorragenden Vortrag.

Zusammen hoffen wir, dass sich in Zukunft mehr Menschen dazu bereiterklären, nach dem Tod noch Leben retten zu können und somit gemeinsam die Zahl der Todesopfer aufgrund von fehlenden Spendeorganen zu verringern.

Thomas Klenner

 

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