Bericht zur Studienfahrt der 10. Klassen nach Berlin

Sonntag, 17. April 2016, 18.01 Uhr

Am Montag ging es früh um 5.45 Uhr los. Verständlich, dass da noch einige recht verschlafen waren. Da die Fahrt ohne Stau verlief, kamen wir wie geplant in unserer Unterkunft in Berlin an. Dort wurden erst einmal die Zimmer bezogen und das Gebäude ausgekundschaftet, bevor es zum Verteidigungsministerium ging. Nach einer intensiven Personenkontrolle folgte ein Vortrag über die Aufgaben und Pflichten der Bundeswehr und eine Diskussion über die Auslandseinsätze. Eine Gedenkminute im Bendlerblock für die Opfer des 20.Juli 1944 beendete diesen Besuch. Die anschließende Stadtrundfahrt mit Ausstiegen an markanten Punkten bot einen tollen Überblick über Berlin, auch bei Dämmerung. Als Tagesausklang und Abendessen diente eine Pizza bei einem Italiener in der Nähe der Unterkunft.

Nach einer mehr oder weniger langen Nacht startete der Dienstag mit einem Frühstücksbuffet in unserer Unterkunft. Kurz darauf standen wir schon vor dem Bundeskanzleramt, wo einige sogar noch das Glück hatten, die Bundeskanzlerin in ihr Auto einsteigen zu sehen. Nach der obligatorischen Sicherheitskontrolle wurden wir in einen großen, mit kreisrund angeordneten Stühlen versehenen Sitzungsraum geführt. Aufgrund einer familiären Beziehung eines Schülers hatte sich Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche für uns Zeit genommen. Sein Spezialgebiet ist die Geheimdienstkoordination, ein Thema, das natürlich unglaublich spannend ist und viele Fragen zuließ. Der Ansturm an Fragen konnte nur mit Mühe in der kurzen Zeit untergebracht werden. Anschließend wurden wir durch das ganze Kanzleramt geführt und konnten den Kabinettssaal besichtigen. Ins Büro der Kanzlerin wurden wir trotz mehrfacher Bitten leider nicht vorgelassen.
Nach der Mittagspause am Potsdamer Platz ging es dann auch schon zum Bundesrat, wo die Bundesländer an der Gesetzgebung des Bundes beteiligt sind. Dort wurde uns das Verfahren der Gesetzgebung nochmals erklärt und das Gelernte von uns in einem kleinen Rollenspiel praktisch angewendet zum Thema Führerschein mit 16. Am Abend besuchten wir die „Distel“ -ein kleines Kabarett-Theater in Berlin. Dort sahen wir das Stück „Einmal Deutschland für alle“. Der unübertroffene Höhepunkt, und da waren sich alle einig, war die Parodie auf Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Am Mittwoch waren wir Gast beim Bundestag im Reichstagsgebäude. Nach einer weiteren, uns nun schon vertrauten Kontrolle, wurden wir auf die Besuchertribüne des Plenarsaals gelotst, wo uns das Bauwerk, seine Geschichte und die aktuelle Bedeutung ins Gedächtnis gerufen wurden. Unmittelbar danach lernten wir Frau Dr. Astrid Freudenstein kennen, die Abgeordnete für die Stadt Regensburg. Frau Dr.Freudenstein ist für die CDU/CSU in den Ausschüssen für Kultur und für Wirtschaft & Soziales tätig. Sie wurde in aktueller Legislaturperiode zum ersten Mal in den Bundestag gewählt und ist, wie jeder Abgeordnete, immer abwechselnd zwei Wochen in Berlin und zwei Wochen in Regensburg. Unsere vielen Fragen, die sich von der Flüchtlingspolitik bis zum Abgeordnetenleben fächerten, wurden bereitwillig und ausführlich beantwortet. Die geplanten 2 Stunden erwiesen sich als viel zu wenig, als dass alle Fragen hätten beantwortet werden können. Mit großem Hunger fuhren wir nun in die bayerische Landesvertretung, in der das Mittagessen schon bereitstand. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank an Frau Dr.Freudenstein, die uns zum Essen eingeladen hatte. Am Nachmittag wurde es historisch, denn das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis, die heutige Gedenkstätte Hohenschönhausen, wurde uns näher gebracht. Die bedrückende Atmosphäre dieses Hauses war schon von außen spürbar. Die erschreckenden Methoden der SED und der Stasi, um Geständnisse aus den Opfern herauszupressen, erschütterten uns. Besonders eindrucksvoll war dabei, dass die Führungen von Zeitzeugen, also von Menschen, die wirklich zu DDR-Zeiten in diesem Gefängnis einsaßen, gehalten wurden, was seine Wirkung natürlich nicht verfehlte. Nach ein bisschen Zeit zur freien Verfügung rund um das Brandenburger Tor, wurden wir in der Konrad-Adenauer-Stiftung empfangen und verbrachten einen Abend voller politischer Gespräche mit den Mitarbeitern der Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendlichen politische Bildung zugänglich zu machen und in diesem Rahmen auch die Berlinfahrt der Domspatzen unterstützt.

Als am Abreisetag das Gepäck verladen war, gab es Gelegenheit am Kurfürstendamm oder im KaDeWe noch mal ordentlich zu shoppen. Auch konnten, wenn noch nicht geschehen, letzte Souvenirs für Eltern und Verwandte gekauft werden. Um die Mittagszeit machten wir uns auf die Heimreise, auf der wir beim Schloss Sanssouci Halt machten. Wir besichtigten dort den Park, was nochmal ein schönes abschließendes Erlebnis war.

Insgesamt lässt sich im Namen aller sagen, dass viele neue Eindrücke, Denkanstöße und vor allem auch neues Wissen über das politische und historische Berlin gewonnen werden konnten, aber auch der Spaß nicht zu kurz kam.
Dank gebührt allen, die diese Fahrt ermöglicht haben, der Schulleitung, den begleitenden Lehrern Herrn Poitsch, Frau Forster und Herrn Kreikle, dem Bundesrat, der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Elternbeirat.

Stefan Schneidhuber/Leon Dreher

Regensburger
Domspatzen

Reichsstraße 22
D-93055 Regensburg
Germany

T: 0941 7962 - 0
F: 0941 7962 - 311
infonoSpam@domspatzen.de

Grundschule
Frau Rektorin i. K.
Petra Stadtherr

Reichsstraße 24
D-93055 Regensburg
T: 0941 7962 - 411
grundschulenoSpam@domspatzen.de

KontaktImpressumDatenschutzSitemap© 2019 Regensburger Domspatzen