Domspatzen gewinnen den 7. Nano-Schulwettbewerb

Freitag, 06. Dezember 2013, 00.08 Uhr Schüler des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen schlagen eine Brücke zwischen Kunst und Nanotechnologie.

In den Dimensionen des Nanokosmos verbirgt sich eine ästhetische Wunderwelt: graphisch aufbereitete Mikroskopiebilder erschließen uns bizarre Miniaturwelten, die in ihrer Ästhetik manchem Kunstwerk in nichts nachstehen. Aber auch chemische Prozesse, die sich in der Nanowelt abspielen, können eine Inspirationsquelle für künstlerische Arbeiten sein. Das haben Schüler des Gymnasiums der Regensburger Domspatzen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Für ihren Beitrag zum 7. Schulwettbewerb zur Nanotechnologie der Initiative „Junge Forscherinnen und Forscher“ untersuchten die Schüler zunächst im Chemielabor das Wachstum von sogenannten „Brownschen Bäumen“. Diese stark verästelten Strukturen entstehen bei Ausfällungen in elektrolytischen Lösungen, wo sich nanometergroße Partikel aufgrund der sog. „Brownschen Molekularbewegung“ aneinander anlagern und dabei faszinierende fraktale Figuren bilden.

In mehreren Versuchsreihen filmten die Schüler die Entstehung dieser Strukturen mit einer selbstprogrammierten Zeitrafferkamera. Die informatikbegeisterten Schüler des Domspatzengymnasiums erstellten daraufhin ein Programm, das das Wachstum eines solchen Fraktals im Computer nachbildet. Gefesselt von der Ästhetik der dabei entstehenden Bilder, verbesserten die Schüler ihr Programm immer weiter. Sogar das Abspeichern des Entstehungsprozess als 3D-Datei haben die Schüler ausgetüftelt - ein simuliertes Nanofraktal kann nun mit einem angeschlossenen 3D-Drucker direkt in die reale Welt geholt werden kann.

Schließlich beteiligten sich auch Schüler aus der Unterstufe an dem Projekt. Im Kunstunterricht der 5. Klasse wurde das Thema begeistert angenommen. Besonders kreative Schüler der 7. Klasse hatten beim Betrachten der simulierten Brownschen Bäume die Idee, eine solche fraktale Struktur aus Schülerkörpern zu bilden. Mit der entsprechenden Nachbearbeitung entstand dabei ein origineller fraktaler Mega-Nano-Schüler-Baum!

Selbst musikalisch wurde das Thema bearbeitet. Die Domspatzen erstellten zu einem selbst eingespielten Stück („Tu es Petrus“ von Maurice Duruflé) ein Musikvideo und „vertonten“ damit das Wachstum eines Brownschen Baums.

Die Arbeit „Fraktale Nanowelten“ wurde von der begeisterten Jury mit dem ersten Preise ausgezeichnet. Den Beitrag der Domspatzen bezeichneten die Juroren sogar als „Meilenstein in der Geschichte des Nanowettbewerbs“. Die 1000 € Preisgeld haben sich Schüler wirklich verdient.

Ihre Wettbewerbsarbeit durften die Sieger diese Woche [3.12.2013] bei der Verleihung des renommierten STEP-Awards in Frankfurt vor einem Fachpublikum präsentieren. Die von Jan Hofer, dem Chefsprecher der Tagesschau, moderierte Gala war ein echter Höhepunkt für die jungen Nachwuchswissenschaftler der Domspatzen.

Unterstützt wurden die Schüler bei diesem jahrgangs- und fächerübergreifenden Projekt von Frau Barghahn (Kunst), Frau Eckert (Fotografie), Herrn Breu (Chemie) und Herrn Grünbauer (Physik). Chor, Internat und Schule zogen hier an einem Strang, nutzen die vorhandenen Synergien der Domspatzen und ermöglichten so dieses einmalige Gesamt(kunst)werk. Allen Beteiligten hat die Arbeit mit den hoch motivierten Schülern sehr viel Spaß gemacht hat.

Das Motto des Wettbewerbs „Nano in deiner Welt“ haben die Domspatzen in der Tat wörtlich genommen und dabei gezeigt, dass Wissenschaft und Kunst keine unvereinbaren Gegensätze darstellen.

René Grünbauer

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