Keine Gammeltage vor den Ferien

Freitag, 31. Juli 2015, 14.33 Uhr Bei den Projekttagen am Gymnasium der Regensburger Domspatzen ist ganz schön viel in Bewegung (von Christian Gröninger)

Unter dem Rahmenthema „Unsere Schule bewegt (sich)“ arbeiteten die Schüler des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen an zwei Tagen in der letzten Schulwoche an verschiedenen Projekten. Die Bandbreite reichte vom Besuch in einer Erstaufnahme-Einrichtung in Regensburg bis hin zur kreativen Verschönerung der Sanitäranalgen.

Es war viel los am ersten von zwei Tagen, bis sich die Schüler in ihrem jeweiligen Gruppen- und Arbeitsräumen eingefunden hatten. Dennoch stellte sich, so die beteiligten Lehrkräfte, vom ersten Augenblick an so etwas wie Arbeitswille und Begeisterung bei den Schülern ein. Egal ob es um die Aufbereitung und Präsentation einer Segelwoche, die kurz vorher stattgefunden hatte, ging oder um die Gestaltung von neuen Schulgebetsbüchern, die einen gemeinsamen Einstieg in den Tag schaffen, die Schüler konnten ihren Ideen freien Lauf lassen.
Trotz anfänglicher Skepsis der Jungen gegenüber dem Vorschlag von Lehrerin Frau Henrich-Schramm entwickelte sich der „Nähmaschinen-Workshop“ zum heimlichen Favoriten der Projekttage. Die Ergebnisse der genähten Loops (Schals) konnten sich wahrlich sehen lassen und wurden am Präsentationstag stolz von ihren Besitzern den anderen Schülern vorgeführt.
Eine weitere Gruppe verschönerte mit Farben und Klebefolien die Wände und Fliesen der in die Jahre gekommenen Toiletten des Musikgymnasiums. Künftig wird der Gang zum „stillen Örtchen“ durchaus einen Aha-Effekt haben!
Ein weiteres großes Thema zweier Arbeitsgruppen war der beeindruckende Besuch in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Regensburg. Schon im Vorfeld erlebten die Schüler hautnah, was es heißt auf der Flucht zu sein und nicht viel mehr zu besitzen als das, was man am eigenen Körper trägt. Die von Stufenbetreuer Herrn Kreikle initiierte Sammel- und Hilfsaktion füllte in kürzester Zeit mit Sachspenden wie Kleidung und Spielzeug zwei große Anhänger, die am Präsentationstag den Leitern der Einrichtung übergeben wurden. Die Augen der Flüchtlingskinder konnten nicht dankbarer blicken! Zuvor erlebten die Schüler einen Rundgang sowie eine Deutschstunde mit den Kindern aus allen denkbaren Ländern mit und erfuhren viel über die aktuelle Flüchtlings- und Asylpolitik in Deutschland sowie speziell in Bayern.
Die Klassen- und Jahrgangssprecher am Musikgymnasium arbeiteten und diskutierten heftig über die bei den Domspatzen gültigen Werte und über einen Verhaltenskodex für alle Mitglieder der Domspatzenfamilie. Aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus und mit Originalquellen versehen arbeitete eine Oberstufengruppe um Frau Eberl-Kellerer mit den Tagebucheinträgen ihres Urgroßvaters, des Soldaten Gutneder, der am 1.Weltkrieg als Soldat Kriegsteilnehmer war. Mit großem Interesse trugen die Schüler Kartenmaterial zusammen und übertrugen die Eintragungen, die größtenteils in der Sütterlin-Schrift verfasst waren, in eine uns heute lesbare Schriftsprache. Dabei beeindruckten vor allem die eher kleinen Randbemerkungen aus dem Kriegsalltag und die Sichtweise auf die fremde Umgebung, beispielsweise in Bagdad.
Die schon mit vielen Preisen aus Wettbewerben ausgezeichnete Nano-Gruppe um den Lehrer Rene Grünbauer frönte ihrer großen Leidenschaft und probierte vor allem mit den jüngeren Teilnehmern der Gruppe neue Computerprogramme aus. Mit Feuereifer wurde beobachtet, ausprobiert, Wissen und Halbwissen ausgetauscht; die Finger flogen nur so über die Tasten oder die Augen konnten sich von den Mustern und Bewegungen am Bildschirm gar nicht mehr losreißen.
Weitere Highlights stellten die Projekte für die 5. Und 6.Klassen dar. Während die kleinsten Domspatzen des Gymnasiums verschiedene Aspekte ihrer neuen Heimat Regensburg, die sie mit mehreren Stadtgängen schon erkundet hatten, zusammenstellten, kochten, bastelten und spielten die Schüler der beiden 6.Klassen begeistert wie die Römer. Keine noch so für heutige Geschmacksnerven gewagte Kombination aus Lebensmitteln, wie sie die Römer höchstwahrscheinlich kreierten, wurde ausgelassen und fast alle hergestellten Aufstriche, Soßen und Brote wurden für gut befunden.
Die 10.Klassen erfuhren von Wasserwacht, Bergrettung und anderen Sicherheits- und Rettungsinstitutionen viel Neues und merkten sofort, dass Vieles ohne das ehrenamtliche Engagement der oftmals freiwilligen Helfer überhaupt nicht möglich wäre und ohne diese Arbeit viele Menschenleben nicht gerettet worden wären. Zwei Projektgruppen dürfen in Zusammenhang mit diesen Projekttagen aber nicht unerwähnt bleiben. Zum einen dokumentierte eine Gruppe von Schülern diese Tage in Wort, Bild und Film und stellte so sicher, dass das Gymnasium der Domspatzen sich wirklich „bewegt“ hat. Zum anderen sorgte ein Organisationsteam um den Stufenbetreuer Herrn Gröninger stets dafür, dass alle Arbeitsgruppen rechtzeitig und auf den Punkt mit den erforderlichen Materialien versorgt wurden und so alle Projekte zu einem mehr als anerkennenswerten Ergebnis geführt haben.

Vorbereitungen zum Bau einer HypocaustheizungBau der HypocaustpfeilerRömische Bögen halten, was sie versprechenErgebnisse der Suche von Spuren der Römer in RegensburgWoher kommen Domspatzen eigentlich? Antworten gibt's hier.Schnitzeljagd - Wo hielt sich J. Kepler im Lauf seines Lebens überall auf?Das Fragespiel zur neuen Heimat Regensburg - selbst gemacht von der 5aDie neue Loopschal-Kollektion ist raus! Natürlich selbst genäht!Kaff-Klo - kaum wiederzuerkennenKaff-Klo die zweiteKaff-Klo - das dritteEnorme Spendenbereitschaft der Domspatzen.....hier der erste von zwei Hängern......mit Sachspenden fürs Erstaufnahmelager -Kochen wie die Römer und......Essen wie die Römer (leider nur im Modell)Das Tagebuch eines Soldaten im 1. Weltkrieg,...dem Urgroßvater von Frau Eberl Kellerer, wird ausgwertet.Muster für unsere neuen Gebetsbücher

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