Lupenreiner Hattrick

Donnerstag, 03. Dezember 2015, 19.49 Uhr Domspatzen belegen erneut den ersten Platz beim Schulwettbewerb zur Nanotechnologie!

Unter dem Motto „Faszination Nano“ reichten heuer 35 Schulen Beiträge für den bayernweit ausgeschriebenen Schulwettbewerb zur Nanotechnologie ein. Die Domspatzen, die diesen Wettbewerb in den letzten beiden Jahren gewinnen konnten, beteiligten sich mit einer fächerübergreifenden Arbeit, bei der sich alles um Kohlenstoff-Nanoröhrchen dreht. Hier ein kurzer Auszug aus dem Vorwort der eingereichten Projektbeschreibung:

Carbon-Nanotubes – Wunderröhren aus der Nanowelt Wer sich mit dem Thema Nanotechnologie beschäftigt kommt an ihnen einfach nicht vorbei: Kohlenstoff-Nanoröhrchen! Wegen ihrer besonderen optischen, elektronischen und mechanischen Eigenschaften gelten sie als Superstars unter den Nanomaterialien. Man traut ihnen sogar zu, eines Tages Silizium als Grundstoff der Elektronik abzulösen und so eine ganze Branche zu revolutionieren. Aber was sind Nanoröhrchen eigentlich genau, wie sehen sie aus, wie sind sie aufgebaut und womit kann man sie untersuchen? Gibt es überhaupt schon Produkte, die Nanoröhrchen enthalten? An welchen zukünftigen Anwendungen arbeiten Forscher gerade und wie werden Nanoröhrchen unseren Alltag verändern? Mit diesen Fragen haben wir uns im Schuljahr 2014/15 jahrgangs- und fächerübergreifend beschäftigt; erstmals waren bei diesem Projekt Schüler aus allen Jahrgangsstufen beteiligt. Nano geht eben alle an!

Betreut von Angela Barghahn (Kunst), Bernd Breu (Chemie) und René Grünbauer (Physik/Informatik), beschäftigten sich unsere Nanoforscher mit großer Kreativität und Ausdauer (teilweise das ganze Schuljahr über) künstlerisch und wissenschaftlich mit allen möglichen Facetten molekularer Nanoröhren aus Kohlenstoff.
Die „Biophysiker“ der Q11 recherchierten Grundlagen und vielfältige Anwendungsgebiete der Nanoröhrchen und erstellten dann insgesamt 14 Poster, die als Ausgangsbasis für weitere Untersuchungen dienten. Gesammelt wurde die Ergebnisse in einem eigens für diesen Zweck programmierten, virtuellen Museum.

Schüler der 10. Klasse untersuchten Nanoröhrchen und weitere Kohlenstoffmodifikationen an der Universität Regensburg mit dem Rasterelektronenmikroskop und verschiedenen Rastersondenmikroskopen. Anschließend wurden am PC Simulationen virtueller Nanotubes sowie sog. Fullerene (fußballähnliche Kohlenstoffmoleküle) durchgeführt.

Im Kunstunterricht wurde untersucht, inwieweit die Geometrie der Nanoröhren eine Inspirationsquelle für futuristische Bauwerke sein kann. Die Schüler zeigten sich hier ganz besonders einfallsreich: So entstand unter anderem das Modell einer ganzen Nano-Stadt mit nanoröhrenförmigen Hochhäusern, Museen und phantasievollen (Körper-)Skulpturen. Illustriert wurde dieses Teilprojekt mit einer Animation, die den virtuellen Flug über ein hexagonales Nano-Gebäude zeigt. Die Musik für dieses Videos lieferte unser hauseigener DJ, mit seinem selbstkomponierten Song „nano-loco“.

Mit 3D-Grafiksoftware wurde eine maßstabsgetreue Nanotube entworfen und ausgedruckt; außerdem baute ein Schüler eine 50 cm hohe, hölzerne Röhrenskulptur aus über 120 handgesägten Sechsecken.

Schüler der Mittelstufe entwickelten ein Brettspiel, das sich mit den wirtschaftlichen Aspekten der Nanotechnologie beschäftigt. Hierfür erstellten sie originelle Spielfiguren am 3D-Drucker, programmierten ein elektronisches Zahlungssystem und entwarfen ein wunderschön gestaltetes Spielbrett.

Abschließend wurde noch eine Quiz-App programmiert, mit der man sein Wissen über Nanotubes testen kann. Der Spielverlauf ist dem bekannten TV-Quiz „Wer wird Millionär“ nachempfunden.

Dieser Artikel kann die Arbeit unserer Schüler nur stark gekürzt wiedergeben. Die komplette, unbedingt lesenswerte Projektbeschreibung finden Sie unter folgendem Link: tinyurl.com/p4c88rh Am 11.11.2015 stellten alle Finalisten ihre Projekte an der Universität Regensburg vor. Eröffnet wurde die Preisverleihung durch den Dekan des Fachbereichs Physik der Universität Regensburg, Professor Lupton und durch den Präsidenten der Universität Würzburg, Professor Dr. Alfred Forchel. Professor Achim Wixforth von der Universität Augsburg moderierte die Feier.

Im Rahmenprogramm trat auch unser Männerchor auf, der sich zum Großteil aus den gleichen Schülern zusammensetzte, die für den Nanowettbewerb einen Beitrag geleistet hatten. Wir konnten somit erneut zeigen, dass Wissenschaft und Musik in unserem Haus immer wieder Hand in Hand gehen.

Bis kurz vor Schluss war nicht bekannt, wer heuer den ersten Preis gewonnen hatte. Umso größer war dann der Jubel, als es tatsächlich wieder einmal hieß: „And the winner is ... DOMSPATZEN“!

Die Jury, bestehend aus mehreren Physik- und Chemieprofessoren, zeigte sich begeistert von dem Projekt der Domspatzen und der fabelhaften Präsentation unserer bühnenerfahrenen Schüler. In der Laudatio von Professor Weiss wurde die Beleuchtung des Themas aus den vielfältigen Perspektiven von Mathematik bis Kunst, die Originalität, der hohe praktischen Anteil sowie der fachliche Anspruch der Arbeit gewürdigt.

Die Folien der Präsentation finden Sie hier: tinyurl.com/oss6vxg . Weiteres Bildmaterial, sowie einen Mitschnitt des Vortrags werden wir in Kürze auf unserer Homepage veröffentlichen.

Herzlichen Glückwunsch an alle beteiligten Schüler, Riesenkompliment für eure tolle Leistung und ein extra Dankeschön dafür, dass ihr noch genügend Chaos und Kreativität in euch hattet, um dieses Mammutprojekt zu stemmen :-)


R. Grünbauer

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Am Projekt beteiligte Schüler:

Posterstrecke
Franziskus Brimer
Vincent Jellbauer
Alexander Koye
Matthias Kuffer
Sebastian Mühlbauer
Alexander Niebler
Benedikt Schambeck (& Modellbau)
Lukas Schöneseifen
Erasmus Schröder
Gabriel Stracker
Jonas Strasser
Valentin Tribula
Maximilian Weibler
Johann Wimmer

Virtuelles Museum
Benjamin Reinecke

Rasterelektronenmikroskopie
Michael Födlmeier
Simon Keegan
Simon Thelen

Rastertunnel- bzw. Rasterkraftmikroskopie
Severin Gießibl

C-60 Rendering
Simon Siegert

Vektorrechnung & Processing Code
Michael Lukas

Holz-Nanotower
Roman Kurz

Blender-Animation
Jonas Meier

Sound (nano-loco)
Paul Bockholt (“DJ Paul Leonard”)

Nanoröhrchen Rendering
Nikolai Falk
Peter Gey
Sebastian Junge
Santiago Requejo Scola
Markus Rottmeier
Veit Schüßlbauer
Vincent Tischler
Bruno Trautsch
Raphael Weigert

Körperskulpturen, Nanocity
Adrian Beck
Konstantin Brandtscherd
Krestl Fabian
Konstantin Geuß
Jakob Haller
Johannes Kangler
Lukas Müller
Tamas Nemes
Peter Platzeck
Thomas Schuster
Jakob Wallbrecher
Luis Wallner

Nanoarchitektur/Nanomuseum
Peter Haberkorn
Finn Kihn
Oskar Matussek
Paul Pichlmeier
Lukas Reindl
Jonas Wittl

Nano Brettspiel
Gabriel Falk
Stefan Füssl
Filip Mättig
Joel Sander
Benno Schönstein

Quiz-App
Janik Atzenbeck
Paul Kutzer (Coding)
Jonathan Treffler

Projektorganisation, Satz und Layout
Alexander Nguyen

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