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Der Direktor des Internates der Regensburger Domspatzen
Rainer Schinko wurde im niederbayrischen Markt Gangkofen geboren. Nach dem Abschluss der Realschule ging er an die Spätberufenenschule Fockenfeld in der nördlichen Oberpfalz. Fockenfeld, ein Internat mit humanistischem Gymnasium, war in früheren Zeiten die Sommerresidenz der Äbte von Waldsassen. Hier sammelte er im Geist der Oblaten des hl. Franz von Sales vier Jahre lang eigene Erfahrungen als Internatsschüler. Nach dem Abitur begann er das Studium der Theologie in Regensburg und in Linz. Die Priesterweihe empfing er 1996 durch Bischof Manfred im Dom zu Regensburg. Sein Primizspruch stammt aus dem 2. Korintherbrief und lautet: „Wir wollen ja nicht Herren über eueren Glauben sein, sondern wir sind Mitarbeiter euerer Freude.“ (2 Kor 1,24a). Zwei Jahre lang war er Kaplan in der Pfarrei Ergoldsbach und gleichzeitig Kreisjugendseelsorger im Landkreis Landshut. Drei weitere Kaplansjahre arbeitete er in der Pfarrei Herz Marien in Regensburg. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war neben der Pfarrseelsorge und dem Religionsunterricht immer auch die Jugendarbeit, sowohl in Verbänden, als auch in der freien Pfarrjugend. Seit 2001 ist Rainer Schinko Direktor des Internats der Domspatzen. Hier vertritt er das Internat im Vorstand der Stiftung Regensburger Domspatzen nach innen und in verschiedenen diözesanen und überdiözesanen Gremien nach außen. Neben vielfältigen Verpflichtungen in der Leitung eines der größten Internate Deutschlands ist er für die Koordination im Erzieherbereich und die konzeptionelle Organisation des Betriebsablaufs verantwortlich. Er ist Seelsorger und Ansprechpartner für die Internats-, Tages- und Stadtschüler. Direktor Schinko ist u.a. gewähltes Mitglied des Priesterrates der Diözese Regensburg, Delegierter der LIGA Bank e.G. und Vorsitzender der Bayerischen Seminardirektorenkonferenz. Am 01. Februar 2006 wurde er von Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller zum Domvikar ernannt. Kontakt
Der stellvertretende Direktor des Internates und Leiter der Dompräbende
In der Präfektenschar bin ich, Christian Vieracker, mit das jüngste Domspatzenkind, weniger vom Alter her als von meiner Zugehörigkeit, kam ich doch erst mit Beginn des Schuljahres 2001/02 an die Reichsstraße. Jedoch bin ich eine echte Regensburger Internatspflanze, habe ich doch bereits bis dato 21 Internatsjahre auf meinem 38 - jährigen Buckel versammelt.
Nicht dass ich zehn Mal durchgefallen wäre, nein! Mit noch neun Jahren kam ich 1974 aus meinem Heimatort Deuerling als kleiner Pimpf in das Studienseminar Westmünster ans andere Ende der Stadt, das mir zur echten Heimat wurde und mir die Trennung nach dem Abitur 1983 äußerst schwer fiel. Ich kehrte aber bald wieder dorthin zurück, holte mich doch mein damaliger Seminardirektor Johann Staufer (heute Superior der Mallerdorfer Schwestern) während meiner Ausbildungszeit zum Verwaltungsinspektor und spät er, als ich meinen Grundwehrdienst ableistete, als sog. Subpräfekt (= Nebenamtlicher) für jeweils ein Jahr zurück. Nach dem Di plomstudium der Theologie an der Universität in Regensburg und Brixen/ Südtirol sowie der Entscheidung, mich nicht zum Prieste r weihen zu lassen, ließ ich mich gerne erneut zurückrufen, als gerade in diesem Moment 1993 eine Präfektenstelle in Westmünst er frei wurde, war mir doch diese Arbeit mit den Kindern sehr ans Herz gewachsen. Als 1998 die Direktorenstelle vakant wurde, trug man mir die ehrenvolle Aufgabe an, die Leitung des Hauses zu übernehmen, die jedoch für mich und meine Mitarbeiter bitter endete, als das Haus im Juli 2000 geschlossen werden mußte. Die Arbeit mit den Kindern läßt mich aber nicht los - infolge der Neustrukturierung der Leitung des Internates der Domspatzen wechselte ich mit großer Freude hierher.
Kontakte mit den Domspatzen gab es indes schon vorher viele: In Westmünster hieß es immer: Die Domspatzen können besser singen als wir - wir aber können besser Fußball spielen: Die heißen Matches innerhalb des früher ausgespielten Regensburger Internat spokales sind mir noch in guter Erinnerung. Während einer meiner Ferienjobs bei einer Regensburger Baufirma war ich auch einmal im Haus eingesetzt - um im Schulgebäude die Fenster herauszureißen - mit keinem Gedanken hätte ich damals daran gedacht, in dieser Art wieder ins Haus zurückzukehren.
Gerne aber kehrte ich hierher zurück, ist es doch etwas wunderschönes, mitzuhelfen, den Schatz zu heben, der in junge Menschen hineingelegt ist. Jemand hat einmal ein Kind als "Gedanken Gottes" bezeichnet - diesen Gedanken mitdenken zu dürfen, weiterdenken zu dürfen und dabei zu sein, wie er sich entwickelt, macht Freude und ist eine erfüllende Aufgabe.
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