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Die Präfekten
Das "who is who" unserer PädagogInnen
Die Mitte einer solchen Institution wie den Regensburger Domspatzen sind natürlich die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, insbesondere die Schüler, die uns zur Betreuung, Bildung und Erziehung anvertraut sind. Im Schuljahr 2001/02 erreichten wir den höchsten Schülerstand in unserer Geschichte - 478 Schüler bevölkerten zu Jahresanfang das Haus. Davon lebten 234 Schüler im Internat, 110 Schüler waren untertags als Tagesschüler hier und kehrten am Abend wieder zu ihren Familien zurück, 134 Schüler besuchten als Stadtschüler Gymnasium und musikalische Ausbildung. In der Dompräbende (5. bis 7. Klasse) gab es zu Schuljahresanfang absoluten Gleichstand: 94 Internatsschüler wurden ergänzt von 94 Tagesschülern.
Mit wem haben diese Schüler, zumal als Internats- und Tagesschüler, im Internat der Regensburger Domspatzen zu tun? - Eine Frage, die für Schüler wie Eltern gleichermaßen wichtig ist. Ich habe deshalb die Präfekten des Internates gebeten, in einem mehr oder weniger kleinen Artikel sich selber vorzustellen, von sich zu erzählen, vielleicht eine kleine Anekdote aus ihrer Domspatzenerfahrung preiszugeben, um ihn oder sie ein wenig kennenzulernen - jeder auf die Art, die ihm gefällt. Herausgekommen ist ein buntes Kaleidoskop der Möglichkeiten, von der (fiktiven) Interviewform bis zum richtigen Artikel, aber lesen Sie selbst.....
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Die Präfekten der 5. Klassen
Christian Vieracker, Stellvertretender Direktor und Leiter der Dompräbende In der Präfektenschar bin ich, Cristian Vieracker, mit das jüngste Domspatzenkind, weniger vom Alter her als von meiner Zugehörigkeit, kam ich doch erst mit Beginn des Schuljahres 2001/02 an die Reichsstraße. Jedoch bin ich eine echte Regensburger Internatspflanze, habe ich doch bereits bis dato 21 Internatsjahre auf meinem 38 - jährigen Buckel versammelt. Nicht dass ich zehn Mal durchgefallen wäre, nein! Mit noch neun Jahren kam ich 1974 aus meinem Heimatort Deuerling als kleiner Pimpf in das Studienseminar Westmünster ans andere Ende der Stadt, das mir zur echten Heimat wurde und mir die Trennung nach dem Abitur 1983 äußerst schwer fiel. Ich kehrte aber bald wieder dorthin zurück, holte mich doch mein damaliger Seminardirektor Johann Staufer (heute Superior der Mallerdorfer Schwestern) während meiner Ausbildungszeit zum Verwaltungsinspektor und spät er, als ich meinen Grundwehrdienst ableistete, als sog. Subpräfekt (= Nebenamtlicher) für jeweils ein Jahr zurück. Nach dem Di plomstudium der Theologie an der Universität in Regensburg und Brixen/ Südtirol sowie der Entscheidung, mich nicht zum Prieste r weihen zu lassen, ließ ich mich gerne erneut zurückrufen, als gerade in diesem Moment 1993 eine Präfektenstelle in Westmünst er frei wurde, war mir doch diese Arbeit mit den Kindern sehr ans Herz gewachsen. Als 1998 die Direktorenstelle vakant wurde, trug man mir die ehrenvolle Aufgabe an, die Leitung des Hauses zu übernehmen, die jedoch für mich und meine Mitarbeiter bitter endete, als das Haus im Juli 2000 geschlossen werden mußte. Die Arbeit mit den Kindern läßt mich aber nicht los - infolge der Neustrukturierung der Leitung des Internates der Domspatzen wechselte ich mit großer Freude hierher. Kontakte mit den Domspatzen gab es indes schon vorher viele: In Westmünster hieß es immer: Die Domspatzen können besser singen als wir - wir aber können besser Fußball spielen: Die heißen Matches innerhalb des früher ausgespielten Regensburger Internat spokales sind mir noch in guter Erinnerung. Während einer meiner Ferienjobs bei einer Regensburger Baufirma war ich auch einmal im Haus eingesetzt - um im Schulgebäude die Fenster herauszureißen - mit keinem Gedanken hätte ich damals daran gedacht, in dieser Art wieder ins Haus zurückzukehren. Gerne aber kehrte ich hierher zurück, ist es doch etwas wunderschönes, mitzuhelfen, den Schatz zu heben, der in junge Menschen hineingelegt ist. Jemand hat einmal ein Kind als "Gedanken Gottes" bezeichnet - diesen Gedanken mitdenken zu dürfen, weiterdenken zu dürfen und dabei zu sein, wie er sich entwickelt, macht Freude und ist eine erfüllende Aufgabe. Kontakt
Alfred Kleber
Was kann man noch über einen berichten, der seit nunmehr 30 Jahren als „Präfekt“ (heute sagt man wohl eher „Erzieher“ dazu!) bei den Domspatzen ist. Vor allem, was soll der Betreffende denn über sich selbst erzählen. Nun, ein paar biografische Daten sollen nicht verschwiegen werden: Geboren ist er am 2. Mai 1950 in Sägmühle, in der Gemeinde Moosbach, welche wiederum zum Landkreis Neustadt/Waldnaab gehört, - im schönen Oberpfälzer Wald also. Die Eltern: Landwirtseheleute, sie hätten sicher nichts dagegen gehabt, Bauern genannt zu werden. Er wächst jedoch mit zwei jüngeren Brüdern auf. Schuleintritt: 1956 in einer kleinen „Landvolksschule“ in Tröbes, - auf „guten“ Wanderkarten des Oberpfälzer Waldes ist es auf jeden Fall zu finden. Im September 1956 geht der „gymasiumtaugliche“ Bub auf Anraten seines Lehrers zum „Studiern ins Wei(d)en“ - soll heißen nach Weiden - ans „Humanistische“ (heute „Augustinus - Gymnasium“) (32 km weg „van daham“). Er will „Pfarrer“ werden. Und so kommt er gleichzeitig ins „Bischöfliche Knabenseminar“. Auf diese Weise wird er schon mal mit einem Internat bekannt. Internate waren damals - nach heutigen Maßstäben - sehr streng, wohl eher eine Mischung aus „Gefängnis und Kaserne“. Das erste Wort, das man sich dort einprägen musste war „silentium“ - Schweigen, - das hätte etwas mit „Selbsterziehung“ zu tun. Ausgänge in die Stadt gab es damals so gut wie nie, es sei denn, aus „zwingenden“ Gründen, dafür - bis zur 9. Klasse nach dem Mittagessen (Studierzeit war erst um halb vier) - lange Spaziergänge im „Schlauch“. Die Wochenenden (Samstag war damals noch Unterricht!) fanden im Internat statt, Heimfahren gab es nur in den Ferien. Trotzdem möchte er diese Zeit im „Seminar“ nicht missen, schließlich lernt er dort „selbstständig“ zu werden und sich in eine Gemeinschaft „einzufügen“, mit 270 „Anderen“. Und ehrlich gesagt, es hat ihm dort sogar gefallen: Und so schreibt er im Frühsommer 1971 ein durchaus brauchbares Abitur und beginnt im Herbst des gleichen Jahres mit dem Studium der Philosophie und Theologie (u.a. auch bei Prof. Dr. Joseph Ratzinger) an der damals fast noch ganz neuen Universität Regensburg. Um den Wehrdienst kommt er auf diese Weise herum. Statt nach dem vierten Semester ins „Freisemester“ zu gehen, - sich also für mindestens ein Jahr zum Studium an einer anderen Hochschule beurlauben zu lassen, - lässt er sich von den Domspatzen anwerben, - als „Nebenamtlicher“. Die Schule und das Internat haben damals, 1973, 270 Schüler. Kurz und gut: nach zwei Jahren und einem im Sommer 1976 abgeschlossenen Hochschulstudium (Dipl.-Theol.) - aus dem Pfarrer wurde nun doch nichts mehr - übernimmt er eine 2. hauptamtliche Erzieherstelle in der „Dompräbende“. „Präfekt der Dompräbende“ wird er ein Jahr später, als der bisherige Inhaber dieser Planstelle, Helmut Zandt, ein Kaplan, versetzt wird. Den „Staatlich anerkannten Erzieher“ liefert er per Fernstudium an der Katholischen Fachhochschule für Sozialwesen“ in München nach, im Herbst 1978. Und so gesellten sich - bei ständig steigenden Schülerzahlen bei den Domspatzen - auch eine Reihe tüchtiger und netter Erzieherkollegen zum Team des damaligen Internatsleiters Dr. Herbert Winterholler (Direktor von 1975 - 1996). Trotz der vielen Jahre bei den Domspatzen, trotz der vielen und ständigen Veränderungen gerade im pädagoschischem Bereich (verändertes Schülerverhalten, Werteverlust in der Gesellschaft, „Pisa“, und vieles mehr) fühlt sich der älteste pädagogische Dinosaurier bei den Domspatzen immer noch recht wohl, noch nicht verbraucht und keineswegs müde. Erziehungsmethoden mögen sich ändern, - haben sich immer geändert, - die Ziele bleiben für ihn - wie für alle, die einen pädagogischen Beruf ausüben und ihn „ernst“ nehmen - immer gleich: junge Menschen zu selbstständigen, verantwortungsbewusstsein Handeln zu erziehen und ihnen auf der Basis des christlichen Gottes- und Menschenbildes positive Wertvorstellungen zu vermitteln.
Die Entscheidung, „Präfekt“ bei den Regensburger Domspatzen geworden zu sein, hat er - der mittlerweile „einen Domkapellmeister überlebt“ und „drei Internatsdirektoren verschlissen hat“ - nie bereut.
Christine Eckert Geboren bin ich 1981 in Regensburg und wuchs mit einer kleinen Schwester bei meinen Eltern in Pentling auf. Schon im Kindergartenalter war für mich mein Berufswunsch klar- ich wollte Erzieherin werden. Dieser Wunsch hat sich auch nicht mehr geändert und so wurde mein weiterer Werdegang stets von dieser Entscheidung geprägt.
Nachdem ich den sozialwissenschaftlichen Zweig an einem Regensburger Gymnasium mit der mittleren Reife beendet hatte begann ich meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Regensburg. Dort machte ich auch nebenbei mein allgemeines Fachabitur um mir die Möglichkeit eines Studiums immer offen zu halten.
War mein Wunsch früher einmal im Kindergartenbereich tätig zu sein änderte sich dies als ich im Rahmen meiner Ausbildung ein fünfwöchiges Blockpraktikum bei den Domspatzen machte- das besondere Flair dieser Institution, die Mischung des Aufgabenbereiches aus Freizeit- , Studierzeitbetreuung und Begleitung im Alltag stellten für mich einen besonderen Reiz dar.
Als ich das große Glück hatte das Berufspraktikum, das letzte Jahr meiner Ausbildung, bei den Domspatzen absolvieren zu können musste ich zwar aus zeitlichen Gründen meine langjährige Tätigkeit als Gruppen- und Stammesleiterin bei den Pfadfinder aufgeben, doch konnte ich meine dadurch gesammelten Erfahrungen und Ideen gut in die Freizeitbetreuung und -gestaltung einbringen.
2002 wurde ich dann als hauptamtlicher Präfekt übernommen und bin seit dem in der 5. Jahrgangsstufe tätig.
2004 begann ich nebenbei eine umfassende Zusatzausbildung zur diplomierten Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin, die ich im Juli 2005 erfolgreich beendete.
Nach wie vor macht mir die Arbeit mit den Buben sehr viel Spaß und ich empfinde es als ganz besondere Aufgabe die jungen Domspatzen ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu dürfen.
Die Präfekten der 6. Klassen
Christian Hambsch
I: Herr Hambsch, wann sind sie geboren und wie kamen sie ans Kaff?
H: Geboren bin ich am 28.9.1973 in Rodalben. 1987 machten mich meine Eltern auf eine Zeitschrift mit der Überschrift „Wer will Domspatz werden“ aufmerksam. Zuerst wollte ich nicht von daheim weg, aber dann hab ich kurz darauf nach dem Vorsingtermin die Domspatzen am Palmsonntag singen hören. Das hat mich so beeindruckt, dass ich auch einer von den Sängern werden wollte und ich durfte es ja dann auch.
I: Hatten sie dann kein Heimweh?
H: O doch und nicht zu wenig - fast ein ganzes Jahr lang. Aber es geht alles vorbei.
I: Und sie blieben bis zum Abitur?
H: Ja, genau. 1994 machte ich dann das Abi.
I: Und wie ging es dann weiter?
H: Ich machte das, was ich schon als Mittelstufenschüler werden wollte: Ich studierte Theologie.
I: Wo?
H: In Regensburg und München.
I: Und wie kamen sie zu uns zurück?
H: Während meines Studiums merkte ich, dass ich besonders Kindern und Jugendlichen von der Liebe Gottes erzählen wollte. Und irgendwie (ich weiß es selbst nicht so genau wie es dazu kam) dachte ich an die Domspatzen, bewarb mich und durfte 1997 die 6. Klasse betreuen und darf ab 2002 als Chortheologe tätig sein.
I: Haben sie auch ein Hobby?
H: Ich höre gern Musik - besonders Werke des 16. Jahrhunderts; ich singe auch selber gerne, mache auch gerne chemische Versuche, schwimmen ist auch nicht schlecht. Ebenso liebe ich Schlittschuhlaufen und Eishockey. Außerdem bin ich James Bond Fan. Es klingt blöd, aber eigentlich ist meine Arbeit mit den Domspatzen auch mein Hobby.
I: Gibt es auch einen Lieblingsfilm?
H: Matrix; Der Club der toten Dichter.
I: Haben sie auch ein Motto?
H: Ja, träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum.
Ursula Schmitt
Geboren und aufgewachsen bin ich in Karlsruhe. Dabei waren meine vier älteren Brüder besondere Einflussfaktoren ;-) Ich war bei den Pfadfindern Gruppenkind und später Leiterin, und bin heute noch gerne mit Schlafsack und Zelt unterwegs.
Nach Bayern – genauer: in Oberbayerns Hochschuldorf Benediktbeuern zog mich das Studium (Sozialpädagogik, Schwerpunkt Jugendarbeit). Seitdem haben mich Land und Leute nicht wieder losgelassen, trotz Praxissemestern auf der 700-Ostfriesen-Insel Spiekeroog. Dort habe ich 1 Jahr an der Hermann-Lietz-Schule, einem reformpädagogischen Internatsgymnasium, mit den 100 Schülerinnen und Schülern und den Lehrern („Präfekten“ gibt es nicht) unter einem Dach gelebt und gearbeitet. Manchmal gehörte auch Sandsackfüllen für den schuleigenen Deich dazu… Das Leben im Internat mit seinem komplexen Alltag, den eigenen Regeln und Besonderheiten und schönen Erfahrungen fand ich so interessant, dass ich meine Diplomarbeit darüber geschrieben habe.
Nachdem ich zunächst Auszubildende und Kinder mit ADS/Legasthenie betreut habe, freue ich mich jetzt auf die Domspatzen und das rege Internatsleben, in das ich schon für die zwei Kennenlerntage so herzlich aufgenommen wurde.
In meiner Freizeit bin ich gerne draußen, oft auf dem Rad, aber auch im Kajak oder auf Tourenski. Gerne habe ich Gäste an meinem Tisch sitzen, z.B. bei Lasagne oder orientalischer Küche.
Johann Baptist Zwack
Da ich am liebsten als Pädagoge in einer Einrichtung arbeiten wollte, bei der ich all das, was ich gelernt, gemacht und erfahren hatte, in die Erziehung und Bildung junger Menschen einbringen kann, gefällt es mir hier bei den Domspatzen recht gut. Als Präfekt ist man Pädagoge im umfassenden Sinne, quasi Papa für die Jungs, die man liebevoll und konsequent auf dem nicht gerade leichten Weg durch Kaff und Pubertät hin zum verantwortungsbewussten und eigenständigen Mensch- und Mann-Sein ein Stück weit begleitet. Um diese vielfältigen und oft von einem Augenblick zum nächsten gänzlich verschiedenen Anforderungen leisten zu können, ist schon eine gewisse Mutation zur „eierlegenden Wollmilchsau“ vonnöten, die aber gerne macht, wer an den anvertrauten Jungs und ihrer Erziehung und (Herzens)Bildung Freude hat. Denn die Hauptaufgabe eines Präfekten ist die Persönlichkeitsbildung, bei der man sich selbst in besonderer Weise einbringen muss. Das Leben mit den Jungs bietet neben überwiegendem Eu-Stress (manchmal gibt es freilich auch Ärger - wie überall im Leben) viel Freude und hält geistig jung. - Und schließlich muss ich der Vollständigkeit halber sagen, dass nicht nur ich hier erziehe, sondern mich auch die Jungs - zuweilen ordentlich - erziehen.
Die Präfekten der 7. Klassen
Sabine Fleischmann Geboren wurde ich im Mai (das Jahr ist nicht wichtig…) in Vohenstrauß, einer kleinen Stadt in der nördlichen Oberpfalz. Aufgewachsen bin ich in Georgenberg, einem noch kleineren und noch nördlicher gelegenen Ort nahe der deutsch – tschechischen Grenze. Nach meiner Berufsausbildung, die ziemlich „haarig“ war, beschloss ich, in Regensburg die Berufsoberschule und anschließend die Sprachenschule zu besuchen, an der ich das kleine Latinum nachholte. Ausgerüstet mit abgeschlossener Berufsausbildung und dem Abitur ging ich an die Universität Regensburg, um dort Pädagogik zu studieren. Bereits während des Studiums war mir klar, dass ich später auf jeden Fall mit jungen Menschen arbeiten möchte. Nach dem Studium leitete ich in Amberg zunächst ein Seminar zur Berufsvorbereitung. Ein Jahr später kam ich schließlich zu den Domspatzen. Trotz manchen Ärgers macht die Arbeit mit den Jungs unheimlich viel Spaß. Selbst ein wenig Kind sein, in die eigene Schulzeit zurückversetzt werden, aber auch Erfahrungen weiter geben, um den Buben ihren Weg zum Erwachsenwerden zu erleichtern – all das ist bei den Domspatzen möglich!
Nicole Olbrich
Ich bin gebürtige Regensburgerin, Diplom-Pädagogin und 29 Jahre alt. Ich arbeite seit September 2007 als Präfektin bei den Regensburger Domspatzen und habe mich bereits sehr gut eingelebt. Mein Studium der Diplom-Pädagogik habe ich erfolgreich an der Universität Regensburg abgeschlosssen. Im Anschluss daran habe ich den Trainerschein für den Boxsport und den Grundstufensport absolviert. Der Boxsport lässt sich effektiv mitt der Kinder- und Jugendarbeit verbinden.
Meine Hobbies sind Boxen, Radfahren, Kochen, ferne Länder (Arktis- und Antarktis, Skandinavien und Neuseeland), Natur und Tiere (Wale) und Musik aller Art.
Michael Sauer
Geboren wurde ich am 31. 8. 1974 in Regensburg. Meine Kindheit verbrachte ich in Cham, wo ich nach dem Kindergarten auch die 1. und 2. Klasse der Grundschule besuchte. Da ich schon als Kind sehr musikalisch war, wechselte ich schon in der 3. Klasse in die Vorschule der Domspatzen nach Pielenhofen. 1985 trat ich dann in das Domspatzennest, das Musikgymnasium über, das ich 1995 mit dem Abitur verließ. Nach meinem Zivildienst am Uni-Klinikum begann ich mit dem Studium der Theologie an der Universität Regensburg. Nach einigen Semestern nahm ich noch Germanistik hinzu, mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Seit dem Schuljahr 2000/2001 arbeite ich hier im Internat als nebenamtlicher Präfekt. Einen Großteil meiner Freizeit verbringe ich als aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg.
Die Präfekten der 8. Klassen
Ulrich Schweimer Geboren 1969 in Kelheim kam ich im September 1979 als Schüler zu den Domspatzen. Nach dem Abitur 1988 leistete ich 15 Monate Bundeswehrdienst bei den Pionieren im niederbayerischen Bogen. Im April 1990 kehrte ich ins Kaff zurück: Zuerst als nebenamtlicher Präfekt (während meines Studiums der Fächer Latein und Englisch an der Universität Regensburg), seit Februar 2000 als hauptamtlicher Erzieher. In meiner Freizeit mache ich Sport (Fußball und Tennis: mehr gern als gut), lese, löse (Kreuzwort-)Rätsel, baue Puzzle oder fahre in der Weltgeschichte herum.
Jürgen Hiermaier
Eigentlich hatte ich nach dem Abitur im Sinn, Pfarrer zu werden. „Weide meine Lämmer.“ Die Verfolgung eines so hehren Zieles scheint für einen bischöflichen Zögling mit Abitur am Weidener Augustinums Gymnasium ja die direkte Laufbahn. Während meiner beiden Studiensemester in Brixen /Südtirol kam ich langsam zu der Überzeugung, dass ich vielleicht doch lieber heiraten würde. So beendete ich mein Studium und wurde vom Ordinariat als Pastorassistent angestellt. Meine erste Stelle: Studienseminar Westmünster in Regensburg. So war ich zurück bei meinen Wurzeln, nur „auf der anderen Seite“. Las ich mich nach vier Jahren Präfekt in Westmünster entscheiden musste, ob ich zu den Domspatzen gehe oder vielleicht in eine Pfarrei, hab ich das Internat vorgezogen. Hat es einem als Schüler selbst gefallen, lässt einen das Internatsleben so schnell nicht los.
Und mein ursprüngliches Berufsziel? Nun ja, bisweilen lautet es im Alltag eher: „Weide meine Schafe“. Aber, ich hab als Schüler ja auch zu dieser „Herde“ gehört.
Die Präfekten der 9. Klassen
Jürgen Stiller 1978 kam ich nach einem Pädagogikstudium aus dem tiefsten Franken (man hört es ja wohl noch) ans Kaff, wo ich vorwiegend in der Mittelstufe eingesetzt wurde und dabei sehr viele schöne Zeiten miterleben durfte. In der Hoffnung, dass mir Gesundheit, Kraft, Ausgeglichenheit und Freude am Kaffleben erhalten bleiben, möchte ich noch vielen Domspatzen mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber auch meiner Familie (Frau, zwei Kinder) und meine Hobbies (vor allem alles was mit Fußball zu tun hat) nicht zu kurz kommen zu lassen.
Alfons Loibl
Ich stamme aus Eggenfelden in Niederbayern. Dort bin ich 1947 geboren, habe die Grundschule besucht und im Anschluss daran das Humanistische Gymnasium in Pfarrkirchen absolviert, an dem ich 1966 die Abiturprüfung ablegte. Nach dem Studium der Theologie (ohne Abschluss) und der Biologie (Diplom) in Regensburg und Würzburg kam ich 1978 zu den Domspatzen.
Seitdem bin ich Präfekt in den Jahrgangsstufen 6-10.
Ich bin seit 1977 verheiratet und habe zwei Kinder, bin gern in der Natur unterwegs - zu Fuß oder mit dem Fahrrad - , spiele gerne - am Tisch und auf dem Rasen - oder esse gerne in netter Gesellschaft - von deftig bis raffiniert zubereitet, schön serviert oder auch selbst gekocht.
Was ich gar nicht mag, sind: hartnäckige Lügen, Rücksichtslosigkeit und „Superschlaue“, die sich Vorteile zu Lasten anderer verschaffen.
Präfekt der 10. Klassen
Bernhard Bauer Ich bin als Pastoralreferent der Diözese Regensburg im Internat der Regensburger Domspatzen tätig. Als gebürtigen Niederbayer hat es mich nun beruflich und privat in die Oberpfalz verschlagen. Meine Gymnasialzeit habe ich in Straubing am Johannes-Turmair-Gymnasium absolviert. Zum Studium der Katholischen Theologie hat es mich an die Universität in Regensburg gezogen. Zwei Semester des Diplomstudienganges habe ich an der theologischen Fakultät in Cochabamba, Bolivien verbracht. Nach dem Studium habe ich meine erste Dienststelle in der Pfarrei Herz Jesu, Weiden angetreten, um dort erste Erfahrungen in der Jugend- und Erwachsenenarbeit zu sammeln. Internatserfahrung habe ich in meinem Leben bereits viel gesammelt sowohl als Präfekt als auch als Schüler. Vor meiner Zeit bei den Domspatzen bin ich bereits zwei Jahre als Präfekt für die Mittelstufe im Bischöflichen Studienseminar Westmünster (kein Ableger der Westminster Abbey !) zuständig gewesen. Nicht zu vergessen ist meine eigene Schulzeit im Bischöflichen Studienseminar in Straubing. Das Studienseminar in Straubing ist übrigens das einzige Internat gewesen, an das eine bischöfliche Weinkellerei in den Kellergewölben angeschlossen war. Unser Vorteil war, dass es im Advent und an Weihnachten statt „Pumuckl-Punsch“ immer aus allen offenen Weinflaschen der Weinkellerei wohl zubereiteten Punsch oder Glühwein incl. einen Satz heißer Ohren nachher gegeben hat! Das sind allerdings nicht die einzigen Erlebnisse im Internat in Straubing gewesen, an die ich mich zurück erinnere. Lebhaft im Gedächtnis geblieben sind mir die Ski-, Berg- oder Besinnungswochenenden oder die Nikolausaktion in der Oberstufe, dessen Erlös ehemaligen Schülern und jetzigen Missionaren zugute gekommen ist. Meine Motivation für die Arbeit im Kaff beziehe ich aus den eigenen Erfahrungen, die ich im Internat gemacht habe: Viele gemeinschaftliche und religiöse Erlebnisse haben mein Leben mit guten und wichtigen Erfahrungen bereichert ohne dass ich auf den Freiraum für meine individuelle Förderung oder persönliche Entwicklung hätte verzichten müssen Die verbleibende freie Zeit widme ich gern meiner Familie und sportlichen Aktivitäten.
Präfekt der Klassen 11 und 12
Martin Kugler Wie ich auf den Gedanken komme, an der Schule, die ich selbst besucht habe, als Präfekt zu arbeiten, wurde ich schon des Öfteren gefragt, zumeist verbunden mit einer Mischung aus Unverständnis und einem gewissen Mitleid, der Schule doch nicht endgültig entronnen zu sein. Nach 8 Jahren zurück ins Internat, gut, nicht als Schüler, schon als Präfekt, aber dass das Präfektendasein soviel leichter ist, stellte sich schnell als naive Schülerillusion heraus: Plötzlich all die Fragen zu beantworten (nicht nur die schulischen!), die man vor noch gar nicht allzu langer Zeit selbst gestellt hat, ermahnen bei Streichen, die man selbst mal angestellt hat, und darüber zu schmunzeln, dass man sich selbst bei diesen mal cleverer, mal dümmer angestellt hat. Das Heimweh in der fünften Klasse, das man selbst noch kennt, nun aber weiss, daß auch dieses vergeht; die Gemeinschaft im Internat, die uns alle geprägt hat - ich habe selbst keine Geschwister, doch so mancher Zimmerkamerad von damals gehört heute sozusagen schon fast zur Familie. Und natürlich die Musik, die viele von uns auch nach ihrer Internats- und Chorzeit nicht mehr loslässt. Wo man singt, da laß dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder - Heimat ist, wo man Freunde findet.... und es gibt Menschen, die mich allen Ernstes fragen, wie ich auf den Gedanken komme, an der Schule, die ich selbst besucht habe, als Präfekt zu arbeiten.
Leiter des Internates
Direktor Rainer Schinko wurde im niederbayrischen Markt Gangkofen geboren. Nach dem Abschluss der Realschule ging er an die Spätberufenenschule Fockenfeld in der nördlichen Oberpfalz. Fockenfeld, ein Internat mit humanistischem Gymnasium, war in früheren Zeiten die Sommerresidenz der Äbte von Waldsassen. Hier sammelte er im Geist der Oblaten des hl. Franz von Sales vier Jahre lang eigene Erfahrungen als Internatsschüler. Nach dem Abitur begann er das Studium der Theologie in Regensburg und in Linz. Die Priesterweihe empfing er 1996 durch Bischof Manfred im Dom zu Regensburg. Sein Primizspruch stammt aus dem 2. Korintherbrief und lautet: „Wir wollen ja nicht Herren über eueren Glauben sein, sondern wir sind Mitarbeiter euerer Freude.“ (2 Kor 1,24a). Zwei Jahre lang war er Kaplan in der Pfarrei Ergoldsbach und gleichzeitig Kreisjugendseelsorger im Landkreis Landshut. Drei weitere Kaplansjahre arbeitete er in der Pfarrei Herz Marien in Regensburg. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war neben der Pfarrseelsorge und dem Religionsunterricht immer auch die Jugendarbeit, sowohl in Verbänden, als auch in der freien Pfarrjugend. Seit 2001 ist Rainer Schinko Direktor des Internats der Domspatzen. Hier vertritt er das Internat im Vorstand der Stiftung Regensburger Domspatzen nach innen und in verschiedenen diözesanen und überdiözesanen Gremien nach außen. Neben vielfältigen Verpflichtungen in der Leitung eines der größten Internate Deutschlands ist er für die Koordination im Erzieherbereich und die konzeptionelle Organisation des Betriebsablaufs verantwortlich. Er ist Seelsorger und Ansprechpartner für die Internats- Tages- und Stadtschüler. Direktor Schinko ist u.a. gewähltes Mitglied des Priesterrates der Diözese Regensburg, Delegierter der LIGA Spar- und Kreditgenossenschaft und stv. Vorsitzender der Bayerischen Seminardirektorenkonferenz. Am 01. Februar 2006 wurde er von Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller zum Domvikar ernannt. Kontakt
