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Besuch amerikanischer Sozialkundelehrer bei den Domspatzen

Gäste des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amtes erleben zwei Wochen
lang ein modernes Geschichts- und Gesellschaftsbild von Deutschland

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Am Montag, dem 07. Juli 2008 besuchten einen ganzen Tag lang 17 amerikanische Kolleginnen und Kollegen und ihre drei deutschen Begleiter, darunter der Direktor des Goethe Instituts in Washington Stefan Brunner, das Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen. Die Lehrkräfte für Geschichte, Geographie, Politik und Zeitgeschichte und Sozialkunde aus allen Schularten sollen auf ihrer zweiwöchigen Deutschlandtour einen Einblick in die verschiedenen Bereiche des Lebens im heutigen Deutschland bekommen und diese Eindrücke zuhause und an ihren Schulen in allen Teilen der USA von North Dakota bis Florida und von Connecticut bis Kalifornien als Multiplikatoren weitergeben. Für dieses Transatlantic Outreach Programm, das während ihrer Sommerferien stattfindet und von der Robert-Bosch-Stiftung und der Deutschen Bank gefördert wird, hatten sie sich sehr aufwendig bewerben müssen. Das Domspatzengymnasium hatte ein interessantes und abwechslungsreiches Programm für die Gäste zusammengestellt. Gleich um 8.45 Uhr besuchten sie eine reguläre Sozialkundestunde in der Klasse 10b bei Josef Poitsch. Vom Wochenbericht über die wichtigen politischen Ereignisse der vergangenen Woche, souverän präsentiert von Christoph Wittmann, waren sie sehr beeindruckt, wie auch anschließend über die kenntnisreichen Beiträge der Schüler im Unterrichtsgespräch zu einer irischen Europa-Karikatur und zur Geschichte Europas. In der etwas verlängerten Pause im Lehrerzimmer kam es bei Kaffee und Kuchen recht schnell zu anregenden Gesprächen mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen, in englischer Sprache selbstverständlich und die „zufällig“ anwesende komplette Englischfachschaft musste kaum dolmetschend eingreifen.
Die Führung durch das Internat, natürlich auch auf Englisch, übernahm Internatsdirektor Domvikar Schinko persönlich und als die Englischlehrkräfte den amerikanischen Kolleginnen und Kollegen schließlich in Kleingruppe die verschiedenen Bereiche des Schulgebäudes zeigten, waren die Amerikaner überzeugt, dass alle deutschen Lehrkräfte perfektes Englisch sprechen.
Nach der 2. Pause im Lehrerzimmer, die wiederum sehr kommunikativ war, hielt Wolfgang Judenmann einen kurzen Vortrag über das Bildungssystem in Bayern (Education in Bavaria) und sprach über die Geschichte der Domspatzen und über die Abläufe und Besonderheiten des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen. Sehr interessierten sich die amerikanischen Lehrkräfte für die Vereinbarkeit von Musik und Unterricht bei den vielen Auftritten und täglichen Proben, für das deutschlandweite Einzugsgebiet des großen Internates und die christliche Prägung der Schule.
Natürlich durfte bei einem Besuch bei den Domspatzen die Musik nicht fehlen und Domkapellmeister Roland Büchner und der Konzertchor ließen es sich nicht nehmen, die Gäste mit einem Ständchen in der Aula zu verabschieden. „ Muss i denn, muss i denn…“ kannten die meisten Gäste eher von Elvis Presley und „Als wir jüngst in Regensburg waren…“ rundete den Besuch trefflich ab. Quasi als „Feedback“ meldete das Goethe-Institut sofort eine neue Gruppe für das kommende Jahr.

Wolfgang Judenmann


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