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Erster Besuch aus Frankreich von unserer neuen Partnerschule in der Vendée

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Mit dem Lycée Notre Dame in Fontenay-le-Compte in der Vendée in Westfrankreich an der Atlantikküste wurde von den beiden Leitern Berthold Wahl und André Cheignon erst Ende Januar 2010 eine Schulpartnerschaft mit den dazugehörigen Austauschmaßnahmen vereinbart. Das Lycée Notre Dame ist eine gemischte katholische Privatschule mit 890 Schülerinnen und Schülern und knapp 100 Lehrkräften. Ca. 100 Schülerinnen und Schüler lernen Deutsch in den Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Das Lycée bietet neben den sprachlichen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zweigen mit Abitur auch berufsbildende Zweige an, die zu einem Fachabitur führen.
Der bereits bei den Vorgesprächen für dieses Frühjahr geplante erste Besuch einer Gruppe junger Franzosen bei uns hat nun in der Zeit vom 28.04. bis 04.05.2010 statt gefunden. Das reguläre Austauschprogramm für unsere Französischschüler mit mindestens einem Jahr Französisch ist für 16. bis 23. September 2010 in Frankreich geplant.

Nach einer doch recht anstrengenden Reise mit der Bahn aus Westfrankreich über Paris und München wurden die 13 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften, Deutschlehrer Stépane Bouillaud und Mathematiklehrerin Aude Caquinneau von ihren Austauschpartnern und unseren Lehrkräften am Regensburger Bahnhof abgeholt. Nach einer kurzen Tour durch die Schule, Begrüßung durch den Schulleiter und Initiator dieser Schulpartnerschaft, Herrn Wahl, und einer Verschnaufpause begann bereits das dichte Programm, das der ersten Gruppe und ihren Begleitern möglichst viel von uns und unserer Gegend zeigen sollte. Nach dem Mittagessen im Speisesaal führte Historiker Bernhard Gietl durch die Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Der Abend war frei zur Erholung und zum Kennenlernen der Gastfamilien in und um Regensburg. Am Tag 2 stand eine Ganztagesfahrt nach München mit Altstadt, Rathaus, Marienplatz, BMW Museum, Olympia Gelände und Einkaufen in der Fußgängerzone auf dem Programm. Begleitet wurde die Fahrt von den München-Kennern Frau Giebisch und Herrn Harlander. Der am Abend als optional geplante Besuch der Sternwarte (ab 20.30Uhr) wurde von sehr vielen Interessenten (Deutschen und Franzosen) angenommen, so dass Astronom Fritz Gingsleder zur Bedienung der Teleskope noch Verstärkung anfordern musste.

Am Tag 3, am Freitag, besuchten die französischen Schüler am Vormittag das BMW-Werk in Regensburg – Harting und waren von der kompetenten Führung und den vielen Eindrücken aus der Autoproduktion überwältigt. Begleitet wurde die Besichtigung von Herrn Ermannsreiter und Herrn Sauer, die mit Herrn Judenmann auch den Transport übernommen hatten.

Nach dem Mittagessen im Hause ging es am Nachmittag zum langen Wochenende in die Gastfamilien. Damit auch Internatsschüler als Gastgeber fungieren konnten, nahmen einige von ihnen einen jungen Franzosen oder eine junge Französin in verschiedene Gegenden Bayerns mit und bereiteten ihren Gästen sehr schöne Familienwochenenden.
Am sechsten Tag, am Montag, ging es ab 8.30 Uhr nach St. Englmar in den Bayerischen Wald. Auf dem Programm standen Sommerrodelbahn und Waldwipfelweg mit Naturlehrpfad. Deswegen wurde die Gruppe von den Sportlehrern Bauer und Lufen begleitet. Da aber das schlechte Wetter keine Outdoor Aktivitäten zuließ, wurde von der ebenso attraktiven Alternative, nämlich vom Besuch des Glasdorfes Weinfurtner in Arnbruck Gebrauch gemacht, bei dem die Austauschgruppe alles über Glasherstellung und seine Geschichte im Bayerischen Wald erfuhr.

Das hervorragende Mittagessen wurde im Berghotel Maibrunn eingenommen, wo sich die Domspatzengruppe mit einem Ständchen bedankte.

Der Abend stand bereits im Zeichen des Abschiedsfest mit kleinem Konzert, Weißwurstessen und Grillen im Paradiesgarten. Alle gastgebenden Eltern, Kollegen und der Elternbeirat waren eingeladen und trugen zum Gelingen des geselligen Beisammenseins bei. Beim gemeinsamen Konzert und den Abschlussansprachen wurde den französischen Gästen ein Geschenk überreicht, ein kunstvoll gefertigtes Glas mit Domspatzenlogo aus dem Bayerischen Wald, das der Schule von der Firma Weinfurtner geschenkt wurde. – Herzlichen Dank! Der letzte Tag, Tag 7, der Dienstag, war noch voller Programmpunkte von früh bis spät. In der Schule zelebrierte Domvikar Schinko um 8.15 Uhr eine wunderschöne Hl. Messe in der Hauskapelle mit den französischen Gästen und den Französisch lernenden Schüler der 10. und 11. Klassen, bei der deutsch und französisch gebetet und gesungen wurde. Von 9.00 Uhr – 10.30 Uhr ging es zur Partner - Wortschatzarbeit der Austauschgruppe in die Altstadt mit Frau Giebisch und Frau Heidenreich. Um 11.00 Uhr stand eine Führung und Besichtigung der Spital-Brauerei nur für die Franzosen auf dem Programm, die Frau Wenzl in bewährter Manier perfekt organisiert hatte. Nach dem Mittagessen im Hause ging es trotz des durchwachsenen Wetters am Nachmittag zur Bootsfahrt auf die Donau und zum Besuch der Walhalla mit Frau Heidenreich und Herrn Kiesel. Nach dem Abendessen in der Schule wurde das Gepäck mit Herrn Sauer zum Bahnhof transportiert und die Austauschgruppe wurde von den Gastgebern, Eltern, Herrn Wahl und Herrn Judenmann am Bahnhof verabschiedet. Um 19.47 Uhr fuhren die Franzosen – natürlich mit einem dicken Lunchpaket ausgestattet - über München und Paris wieder in Richtung Heimat an den Atlantik. Die meisten wollten allerdings mit einer Träne im Auge hier bleiben. Auch unsere Schüler hatten in der knappen Woche eine tiefe Freundschaft mit den jungen gleichaltrigen Franzosen und Französinnen aufgebaut, so dass auch sie traurig waren, dass der Austausch so schnell vergangen ist. Es gab überhaupt keine Probleme, weder im schulischen noch im außerschulischen Bereich. Das Verhältnis zu und mit den neuen Partnern war von Anfang an sehr harmonisch, kooperativ und sehr freundschaftlich, so dass einer langfristigen Schulpartnerschaft mit dem Lycée Notre Dame wohl nichts im Wege steht.

An dieser Stelle möchte die Schulleitung allen Beteiligten, die zum Gelingen dieses ersten Besuches beigetragen haben, herzlich für ihr Engagement danken: den Eltern unserer 10. und 11. Klässler für die herzliche und unkomplizierte Aufnahme der Gäste, den Französischlernenden der 10. und 11. Jahrgangsstufe für ihre engagierte Gastgeberschaft, denjenigen Kolleginnen und Kollegen, die sich bei der Programmgestaltung und –durchführung aktiv eingebracht haben, der Internatsleitung für ihre generelle Unterstützung, den Chorleitern für ihre Rücksichtnahme bei den Probenverpflichtungen und last but not least bei unserem Küchenleiter Herrn Huber und Frau Meister mit ihrem Team, denn bei der Verpflegung unserer Gäste im Hause und bei den Lunchpaketen fehlte es an nichts.

Wir sind der Überzeugung, dass nach diesem Auftakt noch viele erlebnis- und erfahrungsreiche Austauschmaßnahmen mit großer sprachpraktischer Motivation folgen werden.


Wolfgang Judenmann im Mai 2010



Wir haben eine neue Partnerschule in Frankreich

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Mit dem Lycée Notre Dame in Fontenay-le-Compte in der Vendée in Westfrankreich an der Atlantikküste wurde von den beiden Leitern Berthold Wahl und André Cheignon Ende Januar 2010 eine Schulpartnerschaft mit den dazugehörigen Austauschmaßnahmen vereinbart. Das Lycée Notre Dame ist eine gemischte katholische Privatschule mit 890 Schülerinnen und Schülern und knapp 100 Lehrkräften. Über 80 Schülerinnen und Schüler lernen Deutsch in den Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Das Lycée bietet neben den sprachlichen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zweigen mit Abitur auch berufsbildende Zweige an, die zu einem Fachabitur führen. Bereits für dieses Frühjahr ist ein erster Besuch einer Gruppe junger Franzosen bei uns geplant. Das reguläre Austauschprogramm für Französischschüler mit mindestens einem Jahr Französisch ist für September in Frankreich und für das darauffolgende Frühjahr bei uns geplant. Beginn soll September 2010 sein. Fontenay-le-Comte liegt in der Ebene der Süd-Vendée am Ufer des Flusses Vendée.

Geschichte
1242 wird Fontenay die Hauptstadt des Bas-Vendée. Sie wird als protestantische Stadt während der Hugenottenkriege acht Mal belagert, 1621 wird die Burg geschleift. Der Widerruf des Edikts von Nantes zerstört die wirtschaftliche Basis von Fontenay. 1790 wird Fontenay-le-Comte (das während der Revolution Fontenay-le-Peuple heißt) Hauptstadt des neuen Départements Vendée. 1804 verlegt Napoleon die Präfektur nach La Roche-sur-Yon, 1812 wird Fontenay Unterpräfektur.

Sehenswürdigkeiten
Die Fontaine des Quatre Tias (1542)
Die Kirchen Notre-Dame et Saint-Jean (15. Jahrhundert)
Hôtel de la Sénéchaussée (1595)
Schloss Terre-Neuve (16. Jahrhundert)

Wolfgang Judenmann


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