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Deutsch-französischer Tag 2010: eine Chance zur Präsentation des Faches Französisch

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Der deutsch-französische Tag am 22. Januar bietet wie jedes Jahr eine gute Gelegenheit, das Fach Französisch an den Gymnasien zu präsentieren. Diese Chance ließen sich viele Fachschaften auch dieses Jahr nicht entgehen. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Elysée - Palast den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. In dem Vertrag verpflichten sich beide Regierungen zu Konsultationen in allen wesentlichen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Das Abkommen begründete die halbjährlichen Gipfeltreffen beider Länder und führte zur Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Am 47. Jahrestag des sogenannten Elysée - Vertrages wurde dieser Tag erneut unter dem Motto „Bringt Französisch ins Spiel! „ an vielen Schulen angemessen begangen, so auch am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen.
Auch hier hat die Fachschaft die Möglichkeit, aus dem Kreise der schon Französischlernenden heraus zutreten und der Schulgemeinschaft den hohen Bildungswert und die wichtige Zusatzqualifikation einer weiteren weltweit wichtigen modernen Fremdsprache aufzuzeigen, sei es als 2., 3. oder spät beginnende Fremdsprache. Natürlich bieten sich hier für die Französischlehrkräfte mit ihren Schülern zahlreiche Möglichkeiten für fachübergreifende Projekte, wie z.B. mit dem Fach Geschichte, Geographie, Wirtschaft und Recht, Kunst und natürlich mit dem Fach Musik, das dem Ganzen die durchaus nicht schädliche Emotionalität verleihen könnte.
Das Thema „deutsch-französische Beziehungen“ bietet in allen Jahrgangsstufen Anknüpfungspunkte im Französischunterricht und kann mit Präsentationen, Filmen, Chansons, Einbeziehung externer Repräsentanten des französischen Kultur- und Wirtschaftslebens oder Darstellung der schulischen Austauschmaßnahmen mit dem Nachbarland innerhalb des Kurses oder für die ganze Schulgemeinschaft thematisiert werden.
Innerhalb dieser Thematik kann und sollte durchaus angesprochen werden, dass sich mit Französisch der sprachliche und kulturelle Zugang zu Deutschlands wichtigstem Wirtschaftspartner und damit auch zu einem der wichtigsten ausländischen Arbeitsmärkte sowie zu einem der bedeutendsten Investitions-, Forschungs- und Technologieräume in Europa erschließt. Heutzutage erobert der deutsche Film die französischen Leinwände und junge Franzosen zeigen immer mehr Interesse an einem Aufenthalt an deutschen Universitäten.
Französisch zu lernen - nach Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa - zahlt sich als weitere wichtige Schlüsselqualifikation aus. An vielen bayerischen Schulen fanden wieder vielfältige Aktivitäten statt.
Am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen waren alle Klassen und Kurse mit ihren Lehrkräften beteiligt. Auch Schulleiter Herr Wahl ließ es sich nicht nehmen, die Feiernden zu begrüßen und einem Teil der Veranstaltung beizuwohnen. Die 11. Klassen beteiligten sich an einer zweisprachigen Präsentation in Bild und Wort über die französischen Feste im Jahreskreis und mit einer animierten Präsentation über den Elysée Vertrag. Der Leistungskurs bot einige französische Lieder, wie Le déserteur und Chevaliers de la table ronde und trug die Gedichte Brise Marine und Le dormeur du val vor. Auch die 10. Klassen mit spät beginnendem Französisch konnten sich nach nur einem halben Lernjahr mit zwei Beiträgen beteiligen. Die Gruppe 10a brachte einen von Daniel North selbst verfassen und inszenierten Sketch mit frei gesprochenen Restaurantszenen auf die Bühne. Die Gruppe 10b zeigte eine Wort- und Bildpräsentation über Lyon, den Schauplatz des Lehrwerkes Génération Pro. Die 9. Klassen waren zum deutsch-französischen Tag eingeladen worden, um nochmals auf die Wahlmöglichkeit der spät beginnenden Fremdsprache hingewiesen zu werden mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Kursprogramm der Oberstufe. Nachdem es als Pauseverpflegung schon Croissant gegeben hatte, war dieser Feierstunde auch in diesem Jahr dank der Beteiligung so vieler Mitwirkender wieder ein voller Erfolg.

Wolfgang Judenmann


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