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Französisch als spät beginnende Fremdsprache:
eine weitere Chance am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen
Als besonderes Qualifikationsangebot für sprachlich interessierte Schüler kann auch im neuen Gymnasium je nach personellen Ressourcen der jeweiligen Schule eine spät beginnende Fremdsprache angeboten werden. Bei diesem Angebot handelt es sich am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen um die moderne Fremdsprache Französisch.
Interessierte und sprachlich aufgeschlossene Schüler können auf diese Weise eine weitere hochwertige Qualifikation erwerben.
Nach der 9. Jahrgangsstufe im neuen Gymnasium kann die 1. oder 2. Fremdsprache abgewählt werden. Am Musikgymnasium kann aus organisatorischen Gründen nur Latein abgewählt werden. Ab der 10. Jahrgangsstufe kann dann eine weitere moderne Fremdsprache mit zunächst 4 Wochenstunden in Jahrgangsstufe 10 und dann jeweils mit 3 Wochenstunden in den Jahrgangsstufen 11 und 12 ausgestattet bis zum Abitur in Jahrgangsstufe 12 belegt werden.
In dieser spät beginnenden Fremdsprache kann dann sogar eine mündliche Abiturprüfung in der Form eines Colloquiums abgelegt werden. Die spät beginnende Fremdsprache bietet so die Chance, eine weltweit gesprochene und attraktive moderne Fremdsprache zusätzlich zu den bisherigen zwei Fremdsprachen zu erlernen. Bei der Entscheidungsfindung, ob spät beginnende Fremdsprache oder nicht, ist aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen unbedingt zu bedenken, dass der Lehrplan in der spät beginnenden Fremdsprache sehr schnell voranschreitet. Man sollte sehr motiviert sein und Lust haben, noch einmal in den letzten drei Jahren am Gymnasium eine neue Sprache zu lernen. Die neue Sprache kann aber auch eine neue Chance für so manchen Schüler bedeuten, der in der 1. oder 2. Fremdsprache bisherige Versäumnisse erkennen muss. Ein neuer, motivierter Start und die Erfahrungen aus dem bisherigen Sprachenlernen können von großem Nutzen sein und zu einem neuen Erfolgserlebnis im sprachlichen Bereich führen.
Und die Schüler sollten sich auch bewusst sein, dass eine dreijährige Teilnahme an einer weiteren modernen Fremdsprache sich schließlich auch im Abiturzeugnis positiv darstellt. Denn heutzutage werden bei einer Bewerbung neben Englisch, das meist vorausgesetzt wird, mindestens noch eine moderne Fremdsprachen erwartet. Auf dem Latein aufbauend lässt sich diese neue, auch romanische Fremdsprache relativ leicht und schnell erlernen, so dass in der Regel drei Jahre ausreichen, um nach dem Abitur, z.B. bei einer Auslandsreise eine normale Unterhaltung mit einem Franzosen oder einer Französin führen zu können.
Das Lese- und Hörverständnis in diesen Sprachen liegt noch um einiges höher. Die Voraussetzungen für das Latinum werden am G8 über den regulären Unterricht im Fach Latein als erster oder als zweiter Fremdsprache am Ende von Jahrgangsstufe 10 erworben, wenn mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wird. Schüler, die Latein durch eine spät beginnende Fremdsprache ersetzen, können das Latinum über eine von der Schule erstellte Feststellungsprüfung (Cicero- Niveau) am Ende der Jahrgangsstufe 9 erwerben. Nach der 9. Jahrgangsstufe, wenn das Fach Latein mit mindestens „ausreichend“ abgeschlossen wird, haben die Schüler das „kleine Latinum“ erworben, das für die allermeisten Studienfächer voll ausreichend ist. Als besonders geeignete Zweige für eine spät beginnende Fremdsprache können hier musische Zweige mit den einzigen beiden Sprachen Latein und Englisch oder NTG Zweige mit der Eingangssprachenfolge Latein und Englisch gesehen werden. Natürlich müssen die Interessenten auch über die Auswirkungen ihrer möglichen Entscheidung auf die Fächerzusammensetzung in der Abiturprüfung hingewiesen werden.
Entscheiden sich die Schüler für eine spät beginnende Fremdsprache, so besteht Belegungsverpflichtung für 3 Jahre bis zum Abitur. Die spät beginnende Fremdsprache kann nicht mehr abgewählt werden. Wählen sie die spätbeginnende Fremdsprache als mündliches Abiturfach, brauchen sie zwar keine zweite Naturwissenschaft wählen, aber ihre weiteren Wahlmöglichkeiten sind eingeschränkt. Die verpflichtende Abiturprüfung in einer fortgeführten Fremdsprache, der 1.oder 2. wird dadurch nicht ersetzt. Die spät beginnende Fremdsprache kann als 5. Abiturprüfungsfach (neben D, M, Fs1 und einer Gesellschaftswissenschaft) gewählt werden. In einer spät beginnenden Fremdsprache ist (nur) eine mündliche Abiturprüfung (Kolloquium) möglich. Bei einem Abiturprüfungsfach müssen alle vier Halbjahre eingebracht werden.
Die Belegungspflicht für alle Schüler in Jgst. 11 bedeutet:
Jeder Schüler muss wählen zwischen
- einer zweiten Naturwissenschaft
- oder einer zweiten Fremdsprache.
Diese Wahlpflicht wird durch Wahl einer neu einsetzenden spät beginnenden Fremdsprache erfüllt, d. h. es muss nur eine Naturwissenschaft besucht werden. Aber: Von dieser Naturwissenschaft sind dann alle vier Halbjahre einzubringen!
Noch genauere Informationen und die entsprechenden Stundentafeln hierzu über das ISB unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de.
Abschließend lässt sich wohl sagen, dass diese Möglichkeit zur Erlernung einer weiteren modernen Fremdsprache eine echte Chance für die Schüler unseres Musikgymnasiums ist. Das hohe Niveau und die Vielfalt der modernen Fremdsprachen sind neben den Leistungen in den Naturwissenschaften, dem klassischen gymnasialen Fach Latein und den Spitzenleistungen im musischen Bereich doch Markenzeichen für die hohe Qualität des Gymnasiums in Bayern. Diese Qualität gilt es zu erhalten und auszubauen.
Herr Judenmann gibt in den 9. Klassen die entsprechenden Vorinformationen.
Das eingeführte Lehrwerk: Génération pro 1 und 2 mit allen dazu verfügbaren Materialien vom Klett Verlag Anmeldung: vor Weihnachten werden an die Interessenten die Anmeldeformulare ausgegeben. Abgabe bitte bis spätestens 1 Woche nach dem Zwischenzeugnis. Frühere Abgabe durchaus erwünscht. Einrichtung eines Kurses ab mindestens 16 Teilnehmern. Je nach Wahlverhalten können auch ggf. zwei Französischgruppen gebildet werden.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen interessieren sich immer relativ viele unserer Schüler für Französisch als spät beginnende Fremdsprache.
Für Schüler mit Französisch als spät beginnende Fremdsprache besteht auch die Möglichkeit am Schüleraustausch mit unserer neuen Partnerschule in Fontenay-le-Comte in der Vendée teilzunehmen. Für weitere Fragen oder individuelle Beratungen stehen die Französischlehrkräfte, das sind Frau Wimmer, Frau Heidenreich, Herr Judenmann und die Schulleitung zur Verfügung.
Judenmann September 2011
