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Der Wirtschafts- und Recht-Lehrer

Jens Kiesel



Unterrichtsgang der beiden 9. Klassen zur Sparkasse Regensburg – „…von wegen Fort Knox!“

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Am Donnerstag, den 10.12.09 hatte das Warten und die Vorfreude dann endlich ein Ende. Nach dem die Schüler der beiden 9. Klassen in ihrem seit Beginn des Schuljahres neuen Unterrichtsfach, Wirtschaft und Recht, viel Theorie über sich ergehen lassen mussten, in der es z. B. um die Geschichte des Geldes, Ausnahmeerscheinungen wie Inflation und Deflation oder verschiedene Möglichkeiten ging, sein Geld „für sich arbeiten zu lassen“, stand jetzt eine Exkursion in die Realität an. Nichts liegt in Geldfragen freilich näher, als der Besuch eines renommierten, großen Geldinstitutes.
Zu diesem Zweck machten sich 9a und 9b in Begleitung ihres Lehrers im Fach Wirtschaft und Recht, Herrn Kiesel, samt zusätzlicher Verstärkung durch Herrn Mißlbeck in die Lilienthalstraße 5 auf, wo sich der Hauptsitz der Regensburger Sparkassen befindet.
Nach kurzer Führung durch den Gebäudekomplex wurden die neugierigen Domspatzen und ihre Lehrer von Frau Hofmann in Empfang genommen, die sich dankenswerterweise bereit erklärt hat, an diesem Vormittag einen Vortrag zu halten, bzw. Rede und Antwort zu stehen für die sicher zahlreich vorhandenen Fragen der Jugendlichen.
Frau Hofmann hatte zwar ursprünglich vor, Schülern ebenfalls die Vermittlung theoretischer Inhalte angedeihen zu lassen, wovon sie aber aufgrund des profunden Vorwissens seitens der Schüler spontan abgewichen ist (Zitat Frau Hofmann: “Ich kann mich nicht erinnern, eine Schülergruppe mit einem derart breiten sowie gleichermaßen detailliertem Vorwissen bei uns im Haus gehabt zu haben! Und das eine sage ich Ihnen: Ich mache solche Veranstaltungen nicht erst seit gestern und manchmal mehrmals pro Woche!“) .
Da sich die Schüler dermaßen interessiert und vorinformiert gaben, glich der Vortrag eher einer Fragerunde, in welcher unsere Domspatzen fachkundig der Expertin in Geldanlagefragen „auf den Zahn fühlten“. So antworte Frau Hofmann z. B. auf die Frage, welches Investment ihr denn persönlich besonders viel versprechend erscheine: „Mein Anlagetipp? Ganz klar: McDonald`s – So etwas geht heutzutage immer“! Diese Antwort sorgte natürlich für Zustimmung und Heiterkeit bei den Schülern der 9. Klasse. Die Zeit verging wie im Fluge, so dass ein ausführlicher Rundgang durch den riesigen Gebäudekomplex leider aufgrund der nicht enden wollenden Fachfragen der Schüler entfallen musste. Nichtsdestotrotz hatte die Sparkasse noch an das leibliche Wohl ihrer Gäste (und zukünftigen Kunden?) gedacht. Nachdem die Schüler sich an dem reichlich vorhanden Fingerfood und den Softdrinks gütlich getan hatten, zauberte Frau Hofmann noch ein besonders Highlight aus dem Hut: Die Gruppe sollte die Anzahl der von der Sparkasse in Regensburg und Umgebung aufgestellten Geldautomaten schätzen. Dies weckte naturgemäß den Rätsel – und Spieltrieb der Schüler. So waren hitzige Diskussionen und Mutmaßungen beobacht – und vernehmbar. Die Antwort war dann doch für viele sehr überraschend. Die meisten Schüler tippten, dass zwischen 150 und 300 solcher „Cashmachines“ zu finden seien, allerdings sind es „nur“ 89. Über die ausgelobten Kinogutscheine freuten sich die Gewinner sichtlich.

Abschließend brachte die Gruppe noch in Erfahrung, dass es mehr als 6000 Filialen der Sparkasse auf der Welt gibt. Außerdem kam Frau Hofmann nicht umhin gegen Ende wiederholt zu betonen, dass ihr Geldhaus aufgrund „konservativem und riskioaversem Selbstverständnis“ praktisch nicht von der omnipräsenten Finanzkrise betroffen sei.
Ein Schüler konnte kurz vor Schluss doch nicht mehr an sich halten und stellte die für viele so wichtige Frage, wie viel Geld denn hier in der Hauptzentrale überhaupt in den Tresoren schlummere, bzw. ob sich hier ein Bankraub überhaupt „so richtig lohnen“ würde. Mit einem wissenden Lächeln entgegnete Frau Hofmann kühl: „Bargeld? Hier bei uns? Da muss ich Euch leider enttäuschen! Hier befindet sich faktisch nicht ein müder Euro! Alles nur Verwaltung, Beratung, Büros, Konferenzsäle et cetera! Ihr seht ein Überfall hier bei uns grenzte an Dummheit!“ Einsichtig, bestens informiert und gut gelaunt ging es gegen 12.15 Uhr mit dem Bus zurück in den Schulalltag.

Text: Herr Kiesel unter Mithilfe von Florian Eckerle und Stephan Linska


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Seit Beginn des Schuljahres 2009/10 am Musikgymnasium als Lehrer für Wirtschaft und Recht: Jens Kiesel












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