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Griechenland-Gala
Am Freitag, den 20. März 2009, fand im Wolfgangsaal der Benefizabend für unsere Griechenlandfahrt der 11. Klasse statt. Gestaltet wurde das Programm von den Schülern der 11. Klasse und Herrn Bernhard Gietl, der als Fachbetreuer die Fahrt organisiert und leitet.
Bilder der Griechenland-Gala finden Sie hier!
Pegalogos-Wettbewerb des Arbeitskreis Humanistisches Gymnasium
Zum ersten Mal fand heuer der bayernweit ausgeschriebene Pegalogos-Wettbewerb des „Arbeitskreises Humanistisches Gymnasium“ statt. Seit dem Frühjahr hat Raphael Fuchs daran gearbeitet, Ideen aus der griechischen Welt umzusetzen: Er hat eine kleine Oper geschrieben. Titel: Athene pflanzt den Ölbaum. Nach den großen Ferien war alles fertig. Allerdings überraschte der Einsendeschluss: eine Woche nach unserem Schulbeginn. So halfen Kameraden, voran Korbinian Slavik und Linus Ubl, dem Ganzen einen Text zu geben, Musiker zu suchen, zu singen und alles einzuspielen, und das auf einem digitalen Aufnahmegerät. Mit Hilfe vieler gelang alles, und zwar in drei Tagen. Kaum war die CD im Briefkasten, stellte sich heraus, dass der Einsendeschluss um eine Woche verlängert worden war.
Bei der Preisverteilung in München, an der die Drei mit Eltern und ihrem Griechischlehrer teilnahmen, gab es allerdings einen Dämpfer für die Euphorie: Es waren zwar Sonderpreise geschaffen worden und der erste Preis ging nach Regensburg, aber nicht zu den Domspatzen.
Das Urteil der Regensburger war einhellig: Den ersten Preis hatte unbestritten das Regensburger AMG verdient. Dem Odyssee-Rap und dem kleinen Comic fühlten sie sich aber deutlich überlegen. Warum waren sie nicht zum Zug gekommen? Der Beitrag war mit seinen etwa 30 Minuten zu lang, Was in der Ausschreibung nicht vermerkt war.
Jedenfalls wurden die drei „moralischen Sieger“ zum Essen eingeladen und das Musikgymnasium ehrte sie mit je einem Buchgeschenk.
Bernhard Gietl (16.12.08)
Die letzten Griechen
Alle Griechen von 10 bis 13
Der Kairos (letzte Gelegenheit) musste genutzt werden: Kurz bevor die Griechen des Abiturjahrganges 2008 ihrer Wirkungsstätte Auf , ließen sie sich alle miteinander ablichten, damit die Chronisten in zehn, zwanzig, fünfzig...Jahren noch Zugriff auf „die letzten Griechen“ des Musikgymnasiums haben. Mit auf dem Bild auch Herr Harlander und Herr Gietl.
Foto: Gröninger
Was heißt hier "Tote Sprache" - Das Fach Altgriechisch
von Bernhard Gietl
Griechisch gehört seit Gründung des Musikgymnasiums zum Sprachenkanon. Wie sich allerdings vor Jahren die Schule für Englisch als erste Fremdsprache geöffnet hat, so schon vorher für Französisch als dritte Fremdsprache. Dennoch gab es stets ausreichend Schüler, die sich für diese Sprache begeisterten und in der achten Klasse auch wählten. Derzeit besuchen 45 Domspatzen den Griechischunterricht in den Jahrgangsstufen 9 bis 11.
Das Lehrbuch „Hellas“ bietet eine Fülle von Themen, die den Unterricht abwechslungsreich und spannend machen. Vom Mythos und der gesamten Götterwelt über viel griechische und damit europäische Geschichte bis hin zur Entdeckung und Weiterentwicklung des Logos mit seinen auch philosophischen Fragestellungen lernen die Schüler viele Wurzeln Europas kennen. Oft ergibt sich die Gelegenheit Fremdwörter zu erklären oder auch muttersprachliche Begriffe besser zu verstehen. Das macht Freude und motiviert. Dabei fließt auch Neugriechisches mit ein, wozu das für G 8 konzipierte neue Lehrwerk „Kairos“ sehr gut geeignet ist.
Während des Jahres gibt es mehrere Aktivitäten, die das sprachliche und inhaltliche Jahresprogramm ergänzen:
Jedes Jahr findet das Griechenfest statt, das von den Schülern teilweise selbst organisiert wird. Alle Griechen verbringen bei griechischem Essen, mit Liedern und Tänzen, aber auch mit Geschicklichkeitsspielen und Wettkämpfen ein paar schöne Stunden, die die „Griechen“ wieder enger zusammenrücken lassen.
Ein „Griechisches Frühstück“ darf nicht fehlen und muss anders aussehen als ein „europäisches Touristenfrühstück“.
An der Fahrt nach München dürfen sich die Neunt- und Zehntklässler beteiligen. Es geht zur Glyptothek und in die Antikensammlung, wo vor allem die Ägineten bestaunt werden. Da die Fahrt auch inhaltlich vorbereitet wird, bleibt viel Wissen etwa über die Entwicklung der Statue und der Keramik hängen. Nicht weniger freilich interessieren in der Antikensammlung die Exponate, die den Alltag der alten Griechen illustrieren.
Unterricht in ganz anderer Art und an einem ganz anderen Ort ist die alljährliche Studienfahrt nach Griechenland. Die elften Klassen haben dazu eine Woche Gelegenheit und gewinnen zahllose Eindrücke aus dem alten wie neuen Griechenland. Landschaft und Natur, Religiöses, Geschichte fast aller Epochen, Beziehungen zu Deutschland und besonders Bayern und vieles mehr stehen auf dem „Lehrplan“. Bei dieser Fahrt können „die Griechen“ ihre Kenntnisse in Sprache und Kultur ausprobieren, aber es dürfen natürlich auch „Franzosen“ mitfahren.
Die Fachschaft hält auch die Augen offen, ob sich in erreichbarer Nähe auf dem kulturellen Sektor etwas tut, was unsere Gegenwart mit den „Alten Griechen“ verbindet.
In der Regel sind das Theateraufführungen. So besuchten wir 2000 die „Antigone“ des Sophokles in Ingolstadt, in Regensburg die „Medea“ von Euripides und das erste erhaltene Drama des Abendlandes, die „Perser“ von Aischylos. Diese Inszenierung des Studententheaters Regensburg hat uns so gut gefallen, dass für den nächsten Studientag das Thema „Theater“ gewählt und der Leiter des Studententheaters, Herr Meyer, als Gast dazu eingeladen wurde. Demnächst steht in Regensburg die „Antigone“ auf dem Spielplan – und damit natürlich auf unserem „Fortbildungsprogramm“.
Diese Theaterbesuche haben meist gemeinsam, dass nicht nur Schüler, sondern auch deren Eltern und Lehrer des Musikgymnasiums eingeladen werden. Außerdem gibt es unter der Ägide der Fachschaft immer eine Einführung in die Theaterpraxis der Antike und einen Überblick über den Inhalt.. So gerüstet erleben die Theaterbesucher ohne Ausnahme einen interessanten Abend – auch (oder vor allem auch deshalb), wenn anschließend manchmal durchaus kontrovers diskutiert wird.
Wettbewerbe gibt es auch manchmal, sei es das alljährliche Certamen Bavaricum, bei dem etwa die Hälfte der teilnehmenden Schüler erfolgreich sind, sei es bei Preisausschreiben, die von der Fachschaft ausgelobt wurden.
