/ Schule / Schulleben
Hier einige Eindrücke vom Tag der offenen Tür 2009
Messe zur Abiturprüfung 2009 mit H.H. Bischof Gerhard Ludwig Müller
Bischof Gerhard Ludwig ermuntert die Abiturienten, in den Prüfungen Vertrauen zu haben - „Das ganze Leben ist eine Prüfung“
Es ist schon fast Tradition, dass unser Bischof einige Tage vor dem Beginn des Abiturs zu seinen Domspatzen kommt, um mit ihnen in der Hauskapelle eine heilige Messe zu feiern. Diesen Abiturientenjahrgang kennt er besonders gut, denn viele von ihnen waren bei den Reisen nach Rom und Südafrika dabei. Und so war auch fast der komplette Jahrgang freiwillig anwesend, um mit dem Bischof zu beten und zu singen. In seiner Predigt, besser gesagt Ansprache, fand der Bischof freundliche, aufmunternde, ja herzliche Worte für die bevorstehende Prüfung und konnte den Abiturienten noch einige Tips für die letzte Prüfungsvorbereitung geben. Er machte den jungen Menschen Mut, voll Vertrauen, mit Ruhe und Sicherheit in die Prüfungen zu gehen. „Solche theoretischen Prüfungen sind wichtig für unsere Persönlichkeitsbildung“, sagte der Bischof. Die Schule sei „nicht nur eine Anstalt zur Vermittlung von Wissen“, und es komme nicht nur darauf an, eine Fülle an Material zu verinnerlichen, sondern vor allem sei es wichtig, durch die „Beherrschung eines Sachverhalts“ diesem Wissen eine „angemessene Form“ zu geben. Diese Formung geschehe durch die Kraft des Urteils, das „Iudicium“, so der Bischof. Der letzte Maßstab für das Urteil aber sei die Liebe. Nur in der Kraft der Liebe könnten die „destruktiven Kräfte“ im Menschen überwunden werden, sagte Bischof Gerhard Ludwig den Abiturienten. Krankheit und Leid, ja das ganze Leben sei eine Prüfung, in der man weder verzweifeln noch hochmütig und arrogant werden dürfe.
So mancher Abiturienten hofft nun bestimmt verstärkt auf die richtigen Eingebungen des heiligen Geistes in den konkreten Prüfungen. Von den Abiturienten wirkten Sebastian Heß als Kantor und Christof Reindl als Lektor aktiv an der Messfeier mit. Und in den selbst passgenau formulierten Fürbitten deckte Josef Weinzierl fast alle beim Abitur in Frage kommenden Bereiche ab und bat u.a. um gutes Wetter, günstige Verkehrsverhältnisse und wohlwollendes Korrekturverhalten der Lehrkräfte. Letztere Bitte wir die anwesende Schulleitung sicherlich an die jeweiligen Kursleiter weitergeben. Im Anschluss an die schöne Messe lud Bischof Müller den ganzen Jahrgang zu einem gediegenen echt bayerischen Weißwurstfrühstück in den Speisesaal ein. Hier nutzte unser Bischof die Gelegenheit, um mit vielen Abiturienten persönliche Gespräche zu führen. In der lockeren und gelösten Atmosphäre fühlten sich alle Teilnehmer sehr wohl, obgleich einige schon kurze Zeit danach zum praktischen Teil des Musikabiturs im Wolfgang-Saal antreten mussten.
Schulleitung und Abiturjahrgang 2009 möchten an dieser Stelle unserem Bischof Gerhard Ludwig auf das Herzlichste danken, dass er sich die Zeit nimmt, zu uns zu kommen und damit den Domspatzen und besonders den Abiturienten seine Verbundenheit ausdrückt.
Wolfgang Judenmann
