Report Mainz vom 20.3.2018 "Domspatzen"

Mittwoch, 21. März 2018, 14.00 Uhr Das Bistum Regensburg und die Stiftung Regensburger Domspatzen nehmen Stellung

 

Stellungnahme Report Mainz „Domspatzen“

 

 

Die Report-Sendung vom 20. März 2018, in der von sexueller Gewalt unter Schülern der Domspatzeneinrichtungen berichtet wurde, haben wir mit Erschütterung und Bedauern gesehen. Unser Ziel ist, dass denen geholfen wird, denen Unrecht geschehen ist, und dass die, die schuldig geworden sind, zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Wir bitten den Geschädigten - wie alle anderen ehemaligen Schüler - auch an dieser Stelle, uns über Beschuldigungen sexueller Gewalttaten zu informieren, die ihnen im Verantwortungsbereich von Domspatzeneinrichtungen und anderen kirchlichen Einrichtungen widerfahren sind.

 

Ansprechpartner des Bistums sind

Dr. Martin Linder, Tel.: 0941 7054 6470, E-Mail: Dr.Martin.LindernoSpam@t-online.de und Marion Kimberger, Tel.: 0941 20914268, E-Mail: marion.kimbergernoSpam@kimberger-online.de

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Bistums Regensburg unter http://www.bistum-regensburg.de/dienst-hilfe/praevention-missbrauch/sexueller-missbrauch/

 

Außerhalb des Bistums können Sie sich wenden an das

Münchener Informationszentrum für Männer (MIM), Tel.: 089 5439556, E-Mail: infonoSpam@maennerzentrum.de

www.maennerzentrum.de

 

Warum konnten wir zum Beitrag der Report-Sendung keine Stellung beziehen?

Leider informierte uns die Report-Redaktion trotz mehrfacher Bitte nicht über die konkreten Vorwürfe Ihres Beitrags, sodass wir nicht konkret Stellung nehmen konnten.

Was können wir zu Thomas M. sagen?

Herr M. hat sich Anfang 2010 an unsere damalige Missbrauchsbeauftragte gewandt. Daraufhin leitete die Diözese die Informationen an die Staatsanwaltschaft Regensburg weiter. Das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen ist uns nicht bekannt.

Im Mai 2015 hat sich Herr M. nochmals an die Diözese gewandt. Der Missbrauchsbeauftragte Dr. Linder lud Herrn M. darauffhin zu einem Gespräch ein. Leider wurde diese Einladung nicht angenommen.

Herr Dr. Linder wird jetzt erneut versuchen, Kontakt mit Herrn M. aufzunehmen und ihm unsere Hilfe anzubieten.

In der Report-Sendung bittet Herr M., dass die Internatsleitung der Domspatzen alles unternehmen möge, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Die Leitung der Domspatzen will dieser Bitte seit 2002 mit einem Präventionskonzept entsprechen, das ständig weiterentwickelt wird. Näheres dazu findet sich unter: http://bit.ly/2G80KQT)

 

Wie kommen Straftaten sexueller Gewalt unter Schülern in der Aufarbeitung vor?

Straftaten unter Schülern sind im Bericht des unabhängigen Ermittlers, Rechtsanwalt Ulrich Weber, aufgenommen und berichtet worden (z.B. S. 226 - 228). Das Thema wird darüberhinaus derzeit im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Studie geprüft. Sie entsteht in Verantwortung des Direktors der Kriminologischen Zentralstelle e.V. in Wiesbaden, Dr. Martin Rettenberger, und ist Bestandteil des umfassenden Aufarbeitungskonzepts, wie es in der Pressekonferenz im Juli 2015 vorgestellt wurde. Die Veröffentlichung der Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Studie ist für den März 2019 angekündigt.

 

Der Untersuchungsbericht von Rechtsanwalt Ulrich Weber v. 18.07.2017 findet sich unter: http://uw-recht.org/fileadmin/user_upload/Abschlussbericht_Domspatzen.pdf

 

Regensburg, den 21. März 2018

Christof Hartmann, Stiftung Regensburger Domspatzen

Clemens Neck, Bistum Regensburg

Regensburger
Domspatzen

Reichsstraße 22
D-93055 Regensburg
Germany

T: 0941 7962 - 0
F: 0941 7962 - 311
infonoSpam@domspatzen.de

Grundschule
Frau Rektorin i. K.
Petra Stadtherr

Reichsstraße 24
D-93055 Regensburg
T: 0941 7962 - 411
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