Alte Erinnerungen und neue Domspatzen

Dienstag, 12. November 2019, 08.35 Uhr Gut 200 ehemalige Regensburger Domspatzen kamen vergangenes Wochenende wieder an ihre alte Schule zurück. Sie erkannten ihr „Kaff“ beinahe nicht wieder und waren beeindruckt von den Umbaumaßnahmen.

Regensburg(dn). Aus ganz Deutschland kamen am vergangenen Wochenende gut 200 ehemalige Domspatzen nach Regensburg. Der Domchorverein hatte zum traditionellen Ehemaligentreffen geladen, immer am zweiten Novemberwochenende.  

Büchner zum Ehrenmitglied ernannt
Zu einem ersten Höhepunkt kam es gleich am Vormittag, in der Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde des Regensburger Domchores“. Vorsitzender Dr. Clemens Prokop stellte im Namen des gesamten Vorstands den Antrag, den früheren Domkapellmeister Roland Büchner per Akklamation zum Ehrenmitglied zu ernennen. Nach dem sofort aufbrandenden Applaus überreichte Prokop die vorbereitete Ehrenurkunde. Roland Büchner bedankte sich sichtlich bewegt: „Für mich ist es eine große Freude und Ehre, diesem Verein weiterhin anzugehören. Die Domspatzen trage ich immer im Herzen. Jetzt bin ich natürlich als Ehemaliger mit dabei“, sagte Büchner.

Modernisierung fast abgeschlossen
Am Nachmittag trafen sich die ehemaligen Chorknaben dann bei Kaffee und Kuchen im Speisesaal der Domspatzen. Frisch gebrühter Kaffee, dazu Hefe- und Nusszopf und die alten Geschichten aus der Schulzeit. Gute Laune war aufgetischt. Viele erkannten ihre frühere Schule beinahe nicht wieder. Zunächst standen die meisten vor der alten, bereits zugemauerten Pforte. Denn auch der Haupteingang wurde im Zuge der Modernisierung verlegt. Der bisherige Eingang zum Wolfgang-Saal ist nun auch neuer Haupteingang zu den Domspatzen. Dahinter eröffnet sich ein großes luftiges Foyer, welches die Gäste offen willkommen heißt. Aktuelle Domspatzen führten die ehemaligen durchs Haus. Schon vor Abschluss der Generalsanierung konnten viele neue Säle und Ecken präsentiert werden. Manch ein Gast trauerte mit einem Augenzwinkern seinem früheren Zimmer hinterher. Aber trotz aller Nostalgie: Alle zeigten sich beeindruckt von den „neuen“ Domspatzen.

Domspatzen-Feeling
Nach der Probe mit Domkapellmeister Christian Heiß im Probensaal „800“ gesellten sich 150 Gäste zum Abend der Begegnung erneut in den Speisesaal der Domspatzen. Dort schwelgten Generationen von Domspatzen, vom frisch gebackenen Abiturienten bis zum Domchorsänger, der bereits unter Domkapellmeister Theobald Schrems sang. Und da war es wieder, dieses Gefühl: Obwohl man sich oft jahrzehntelang aus den Augen verlor, fühlte es sich an, als wäre man erst gestern auseinandergegangen.         

Mega-Chor im Dom
Höhepunkt des Wochenendes ist zweifellos der Gesang im Regensburger Dom. Gemeinsam mit dem Knabenchor des Domkapellmeisters gestalteten die Ehemaligen die Messe im Dom musikalisch. Bei mehr als 200 Sängern kamen die Jahrhunderte alten Steinmauern schon mal kräftig ins Schwingen. Domkapellmeister Christian Heiß dirigierte die Missa „Papae Marcelli“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina; ein Werk, das fast jedem Domspatzen ans Herz gewachsen ist. Nicht fehlten durfte auch Mendelssohn-Bartholdys Motette „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“.

Nach dem Gang zum Grab des früheren Domkapellmeisters Theobald Schrems und des früheren Lehrers und Chorleiters Hans Schrems, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt, endete auch das Ehemaligenwochenende 2019 mit einem gemütlichen Mittagessen. Nach einem ereignisreichen Wochenende ging es für die Ehemaligen wieder zurück in den Alltag.

Alles Fotos: Michael Vogl

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