Lehrndorfers Orgelschatz bei den Domspatzen

Sonntag, 26. Juli 2020, 10.02 Uhr Seine Frau vermachte das gesamte Notenarchiv des früheren Münchner Domorganisten den Regensburger Domspatzen.

„Wir sind dankbar und fühlen uns geehrt, dass wir das Notenarchiv von Franz Lehrndorfer nun in unser Archiv mitaufnehmen dürfen“, sagt Domkapellmeister Christian Heiß, seit 2019 Chef der Regensburger Domspatzen. Heiß studierte selbst bei Franz Lehrndorfer und war einer seiner letzten Schüler an der Münchner Musikhochschule. Zu seinen Schülern zählten beispielsweise auch Edgar Krapp, Wolfram Menschick, Gerhard Weinberger oder Hans Leitner. „Ich denke gerne an meine Zeit als Student und Schüler von Franz Lehrndorfer zurück. Ich habe ihn als virtuosen und vor allem großartigen Menschen in Erinnerung“, so Heiß. Gemeinsam mit Marcus Weigl, einem seiner engen Mitarbeiter bei den Domspatzen, ließ er sich nicht nehmen, selbst nach Germering zu fahren und den Notenbestand persönlich abzuholen. Dort wurden die beiden bereits von Lehrndorfers Frau Ingeburg und Sohn Stefan Lehrndorfer, ebenfalls Kirchenmusiker, mit einem Weißwurstfrühstück erwartet. Mit einem bis an den Rand vollgeladenen Kleinbus ging es gleich nach getaner Arbeit wieder zurück nach Regensburg. Dort werden die gesamten Noten, darunter einige Pretiosen, ins Notenarchiv der Domspatzen eingearbeitet.              

Franz Lehrndorfer wuchs in Kempten (Allgäu) auf und erhielt den ersten Musikunterricht von seinem Vater, einem Chorleiter und Musikwissenschaftler. Von 1948 bis 1951 studierte er katholische Kirchenmusik in München und schloss dort 1952 die Meisterklasse für Orgel ab. Dann entdeckte ihn der damalige Regensburger Domkapellmeister Theobald Schrems, als er gerade an der Orgel der Kemptener Lorenzkirche improvisierte. Laut einem damaligen Zeitungsbericht dauerte es nur eine Viertelstunde, bis der Vertrag mit den Regensburger Domspatzen perfekt war. Bis zu seinem Ruf an die Münchner Musikhochschule im Jahr 1962 arbeitete er dort als Musikpädagoge, Orgellehrer und Chorleiter. In dieser Zeit lernte er auch seine Frau Ingeburg kennen. Von 1969 – 2002 hatte er das Amt des Domorganisten im Münchner Liebfrauendom inne. Franz Lehrndorfer starb am 10. Januar 2013 im Alter von 84 Jahren.         

Ingeburg und Stefan Lehrndorfer zusammen mit Christian Heiß (links) vor dem mit Noten vollbepackten Kleinbus. (Foto: Weigl/Domspatzen)

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