Mit Schleim zum Sieg

Freitag, 06. März 2020, 08.34 Uhr Jugend forscht regional: Drei erste Preise, drei Sonderpreise und den Schulpreis für die Domspatzen.

Liegt es an der Top-Ausstattung im Gymnasium oder an den klugen Köpfen in den Klassen oder an den tollen motivierten Lehrern? Wohl an allem: Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Ingolstadt sicherten sich die vier Teams der Domspatzen drei erste Preis in drei verschiedenen Kategorien. Sie heimsten drei weitere Sonderpreise ein und nahmen den „Jugend-forscht-Schulpreis“ mit nach Hause.

Konstantinos Sarropoulos, Leopold Riepl und Felix Renkl (8. Klasse) untersuchten in ihrem Projekt den Schleimpilz "Physarum polycephalum". Gecoacht von den Biologielehrerinnen Cornelia Aigner und Stefanie Frank, hatten die drei zahlreiche Schleimpilze unter verschiedenen Bedingungen selbst gezüchtet, im Mikroskop untersucht und mit ihnen Experimente durchgeführt. Sogar eine knifflige Labyrinth-Aufgabe musste der Schleimpilz für unsere Jungs lösen. Soviel Forscherdrang wurde schließlich mit dem ersten Preis in der Kategorie Biologie belohnt. Weil sie außerdem als Team perfekt harmonierten und die Juroren im Fachgespräch restlos überzeugen konnten, erhielten sie obendrein noch den Preis für die beste Teamarbeit.

Lukas Michael (10a) gewann den ersten Preis in der Kategorie Mathematik/Informatik. Seine Arbeit mit dem Titel „Hyperwürfel, Simplex, Orthoplex - komplex? Die Magie regulärer Polytope und deren Stümpfe!" ließ einer staunenden Jury gar keine andere Wahl, als diese Arbeit entsprechend auszuzeichnen. Der Juror, Professor der Mathematik, betonte in seiner Laudatio, dass sogar er aus dieser Arbeit noch etwas lernen konnte. Für Michael war das bereits der fünfte Auftritt bei Jugend forscht. Dreimal konnte er diesen Preis in seiner noch jungen Forscherkarriere gewinnen. 

Tamás Nemes (10b) erhielt den ersten Preis in der heißumkämpften Kategorie Technik. Er befasse sich in seinem Projekt mit der Programmierung und Zusammenstellung eines Prototyps für ein tragbares, autonomes Blindenführer-System. Mit Hilfe einer Kamera und eines Ultraschallsensors lernt sein Gerät mit Algorithmen aus der künstlichen Intelligenz, Hindernisse zu erkennen und so den Träger rechtzeitig mittels Audiosignale auf Gefahren hinzuweisen. Für diese Leistung wurde Tamás zusätzlich mit einem zweitägigen Forschungsaufenthalt am Leibniz-Rechenzentrum in Garching belohnt. Außerdem wurde ihm der Sonderpreis „Hören, Akustik & Lärm“ verliehen.

Janik Atzenbeck und Lukas Gilch (Q11) untersuchten in ihrer Arbeit die Breiten der Absorptionslinien ähnlicher Sterne, die unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeiten aufweisen. Die Kooperation mit der Sternwarte Regensburg ermöglichte es Lukas und Janik, mit dem einige Tausend Euro teurem Spektroskop der Sternwarte zu arbeiten. „Dafür möchten wir den Leuten von der Volkssternwarten, allen voran Sven Seeberg und Fritz Ginglseder sehr herzlich danken“, sagt René Grünbauer, Lehrer bei den Domspatzen. Auch wenn diese tolle Arbeit nicht mit einem Preis belohnt wurde, haben die beiden doch von der Teilnahme profitiert: Sie können ihr Projekt als W-Seminar einreichen und ersparen sich somit den üblichen Last-Minute-Stress, der manche Abiturienten kurz vor Abgabe oft noch ereilt.

Doch schlussendlich durften auch die beiden noch einen Preis entgegennehmen: Für die großartige Beteiligung der Domspatzen am Regionalwettbewerb erhielt das gesamte Team den Jugend-forscht-Schulpreis.

Die bayerischen Finalrunden finden Anfang April für die Schüler unter 15 Jahren in Regensburg und für die älteren Forscher in München statt. Alle Domspatzen drücken kräftig die Daumen.

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