Aus dem Alltag eines Sportreporters

Freitag, 09. März 2018, 07.46 Uhr Interviews gehören für MZ-Redakteur Wotruba zum Beruf. Als ihn Schüler besuchten, durfte er selbst Fragen beantworten. Von der Klasse 8b des Musikgymnasiums der Domspatzen

REGENSBURG. Imposant, beeindruckend, riesengroß: Das Treppenhaus aus Harry Potter lässt grüßen. Dabei handelt es sich aber nicht um Hogwarts, sondern um die Eingangshalle des Medienhauses der Mittelbayerischen Zeitung. Dort macht Claus-Dieter Wotruba seit 1991 seine tägliche Arbeit als Sportredakteur der Mittelbayerischen Zeitung.

Der gebürtige Regensburger ist unter anderem dafür zuständig, dass im Sportteil immer genügend Artikel vorhanden sind. „Redakteur war schon immer mein Traumjob“, verrät er im Gespräch. „Doch zur Mittelbayerischen bin ich durch Zufall gekommen.“ Zufälle spielen im Newsroom allerdings keine Rolle. Dort muss nämlich alles schnell und präzise ablaufen: Im riesigen Raum arbeiten mehr als 56 Redakteure daran, dass die Printzeitung und die Online-Produkte täglich erscheinen. Darum ist das Tippen der unzähligen Tastaturen nicht zu überhören.

Keine Wimpel oder Trikots Alle Arbeitsplätze schauen gleich aus: Selbst der des Sportredakteurs ist nur schwer als solcher zu erkennen. Wo ist das typisch Sportliche? Also Wimpel, Fahnen, Trikots, Autogrammbilder? Nichts zu finden, und doch sagt Claus-Dieter Wotruba über sich: „Sport ist mein Leben. Ich könnte mir nicht vorstellen, zum Beispiel in der Politik unterwegs zu sein.“

Trotzdem hat er besondere Wünsche, die er sich gerne erfüllen würde: Interviews mit Tennisstar Björn Borg, Skilegende Ingemar Stenmark, Eishockey-Superstar Wayne Gretzky und aktuell mit Roger Federer, dem „sympathischsten und erfolgreichsten Tennisspieler unserer Zeit“.

Multimediale Umsetzung Wie aber kommt nun ein Ereignis in die Zeitung? Wotruba weiß die Antworten: Im Newsroom steht die Medientafel. Hier werden von allen Redakteuren zusammen die wichtigen Nachrichten gesammelt und ausgewählt. Dann folgt die multimediale Umsetzung. Die zum Artikel gehörenden Bilder müssen gemacht, gegebenenfalls Grafiken erstellt werden. Deshalb muss man auch im Internet überwiegend für die Berichterstattung bezahlen. Das Layout der Zeitung muss auch gestaltet werden, dazu gibt es spezielle Computerprogramme. Die Gestaltung spielt eine große Rolle, um das Interesse des Lesers zu wecken und zu erhalten. Dass die Zeitung sowohl als Print-Variante als auch im Internet auf verschiedensten sozialen Medien vertreten ist, macht den Beruf laut Sportredakteur Wotruba spannend. „Man muss flexibel sein, denn jederzeit kann ein Fußballspiel eine plötzliche Wendung nehmen. Die Vorbereitung auf jede Situation ist wichtig.“ Vor allem aber macht ihm sein Traumberuf Spaß, sagt der Sportredakteur mit Begeisterung. „Es ist wichtig, Spaß im Beruf zu haben, denn es hat keinen Sinn, etwas nur wegen des Geldes zu machen. Also Augen auf bei der Berufswahl!“

Dann dürfen wir den Sportreporter noch interviewen: Ist Ihr Beruf Ihr Hobby?

Ich finde, es ist das Schönste, was man sagen kann, wenn das Hobby der Traumberuf ist. Man verliert bei seiner Arbeit den Spaß nie.

Was ist Ihre Lieblingssportart?

Ich habe keine Lieblingssportart, aber durch meine Arbeit habe ich viele neue Sportarten viel, viel besser kennengelernt. Sehr viel habe ich mit Eishockey und Leichtathletik zu tun, mit Fußball sowieso, aber auch mit Eiskunstlauf, Triathlon, Baseball und vielem mehr.

Würden Sie zu einer anderen Zeitung/Magazin wechseln ?

Ich habe ja bei einer Sportzeitschrift in Augsburg angefangen, die es schon lange nicht mehr gibt. Seit der Kindheit bin ich fest in Regensburg verwurzelt und habe schon sehr viel Erfahrung gesammelt. Mein Motto ist, ,,Niemals nie zu sagen“, aber ich bin mit meiner Stelle bei der MZ sehr zufrieden.

Würden Sie gern in einem anderen Zeitungsressort arbeiten ?

Manche Dinge vermischen sich mehr und mehr, der Beruf verändert sich, aber ich bin mit Leib und Seele mit dem Sport verbunden. Ich bin in diesem Teil der Zeitung sicher am besten aufgehoben.

Ist Ihr Gehalt zufriedenstellend?

Ich finde, dass der Journalistenjob sehr viel Verantwortung bedeutet und auch sehr viel Einsatz erfordert. Dieses Geld ließe sich anders eventuell leichter verdienen. Aber im Allgemeinen finde ich, dass meine Arbeit gut bezahlt ist.

MZ-Sportredakteur Claus-Dieter Wotruba findet es wichtig, bei der Arbeit den Spaß nicht zu verlieren. Foto: Dietmar Krenz

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