„denkmal aktiv“ - Kulturerbe macht Schule

Donnerstag, 22. März 2018, 21.07 Uhr Domspatzen drehen Doku über die Geschichte der Kreuzhofkapelle

Was sollte Schüler um die 14 zur intensiven Auseinandersetzung mit einer 800 Jahre alten Kapelle bewegen? Noch dazu, wenn diese sich in einem wenig ansehnlichen Industriegebiet befindet und von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet ihr Dasein fristet? Skepsis überwog, als sich Geschichtslehrer Christian Kreikle entschloss, einen Wahlkurs „Kreuzhofkapelle“ anzubieten. Da gab es allerdings schon kein Zurück mehr. Fördergelder beim Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von 1200 Euro waren schon beantragt und bewilligt.
Doch die Sorge, dass sich Domspatzen für gebaute Geschichte nicht begeistern könnten, erwies sich als nicht gerechtfertigt. Die sieben Teilnehmer kamen schon in der ersten Sitzung überein, dass sie einen Dokumentarfilm über die wechselhafte Geschichte des Bauwerks im Regensburger Osten drehen wollen, welches angeblich einst Sammelplatz mittelalterlicher Kreuzzüge war.
Mit planerischem Weitblick und Professionalität gingen sie ans Werk: Paul stellte die Ausrüstung zum Filmen, Bücher wurden gewälzt, die jungen Filmemacher zogen überdies Historiker wie den Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl und Dr. Ilse Kammerbauer zurate. Janik verfasste das detaillierte Drehbuch, von der Stadt organisierten er und sein Bruder Noah Kostüme für die geplanten Spielszenen; die Fördergelder wurden unter anderem für die Anschaffung einer sogenannten Softbox zur gleichmäßigen Ausleuchtung des Filmsets verwendet.
Die Dreharbeiten am Kreuzhof fanden ab Januar in teils eisiger Kälte statt. Da man am Set die meiste Zeit mit Warten verbringen muss, war das ein echter Test für das Durchhaltevermögen und die Leidensfähigkeit der Crew, den sie glänzend bestanden hat.
Bis Anfang April sollen alle Szenen „im Kasten“ sein, dann geht es an die aufwändige Postproduktion. Am Ende des Schuljahres wird dann voraussichtlich die Uraufführung der etwa zehnminütige Doku stehen.
Doch unabhängig davon, ob das Endprodukt Oscars abräumt oder nicht – gelohnt hat sich der Aufwand schon jetzt: Es wird wohl wenige Menschen in Regensburg geben, die sich mit der Geschichte der Kreuzhofkappelle besser auskennen als die sieben Jungs vom Wahlkurs „denkmal aktiv“. Und auch von der Arbeit beim Film verstehen wir jetzt eine ganze Menge mehr.

Ch. Kreikle

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