War No More

Montag, 07. Januar 2019, 17.46 Uhr Eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges: Zwei Brüder im Großen Krieg. Eine Spurensuche.

  Zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren fand im Wolfgangsaal des Gymnasiums der Regensburger Domspatzen eine Feierstunde statt. Schüler der 10. Klasse sowie ein Männerchor unter der Leitung von Max Rädlinger umrahmten die Veranstaltung, an der neben dem Schulleiter OStD i.K. Berthold Wahl auch der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in der Oberpfalz Ltd. OStD Franz X. Huber, Herr Nägel vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sowie Herr Dr.Schindler teilnahmen.

StD‘in i.K. Sigrid Eberl-Kellerer stellte Originalmaterialien zur Verfügung, die die Vortragsgrundlage für die Gedenkstunde bildeten.

Der erste Teil der Veranstaltung war den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet. Georg Gutneder, der jüngere Bruder von Franz Gutneder, steht stellvertretend für die Millionen junger Soldaten, die auf den Schlachtfeldern ihr Leben verloren. Georg Gutneder verstarb am 26. Februar 1917 „im Blütenalter von 19 1/2 Jahren“. Erhalten sind einige wenige Fotografien sowie sein Sterbebild. Geblieben ist sein Name, eingraviert am Mahnmal „Ring des Erinnerns“ in Notre-Dame-de-Lorette; ein Name von mehr als 580 000.

Der zweite Teil der Veranstaltung war den Überlebenden des Krieges gewidmet, jenen, die heimgekehrt sind, und doch ihr Leben lang Opfer blieben. Franz Gutneder wurde am 15. 12. 1918 „aus dem Militärdienst in die Heimat entlassen“. Von ihm gibt es verschiedene Fotografien, Postkarten sowie ein Tagebuch, das er in einem Zeitraum von sechs Monaten, zwischen dem 11. Dezember 1915 und dem 3. Juni 1916, während seines Aufenthalts im Osmanischen Reich und im Irak verfasste. Als „Überlebender“ ordnete er nach dem Krieg seinen Alltag neu, heiratete, gründete eine Familie, überlebte den zweiten großen Krieg des letzten Jahrhunderts und lebte ein stilles, bescheidenes Leben bis zu seinem Tod in der Neujahrsnacht 1966.

Dieser ganz persönliche Beitrag zur „Politischen Bildung“ fand großen Anklang bei den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung.

Sigrid Eberl-Kellerer

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