Fachportal Geschichte

Die Geschichtslehrer am Musikgymnasium

Die Geschichtslehrer am Musikgymnasium

Monika Forster

Bernhard Gietl

Christian Gröninger

Christian Kreikle

Josef Poitsch

Geschichte ist mehr als nur ein Lernfach

Geschichte - viel mehr als nur ein "Nebenfach"

von Bernhard Gietl

Das Selbstverständnis des Geschichtsunterrichts wie auch die Ansprüche an ihn haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des G8. Bisher wurde Geschichte als Schulfach von vielen eher geringgeschätzt und gar in den Hobbybereich verbannt. Geschichte ist aber nicht zuletzt als ein Denk-Fach wichtig. Anders als früher soll auch nicht mehr nur die Nationalgeschichte, sondern auch die Heimat- und Regionalhistorie Gewicht bekommen. Diese Aspekte sind im Unterricht am Musikgymnasium bedeutsam, genau so wie ein gediegenes Grundwissen und ein schülerattraktiver Unterricht. Damit die Schüler ihr Grundwissen ständig überblicken, hat jeder (7. bis 10. Jahrgangsstufe) das entsprechende Heft des Westermann-Verlags in Händen. Die Fachschaft Geschichte ergänzt während des Schuljahres immer wieder Themen des laufenden Unterrichts. Gerade in der Unterstufe ist in zahlreichen Projekten neben Latein, Deutsch, Erdkunde, Kunst und anderen auch Geschichte mit eingebunden. Dies gelingt sehr gut etwa bei Themen wie „Pompeji", „Wie lebten die Römer in Castra Regina" oder der provinzialrömische Aspekt grundsätzlich. Oft schließt sich hier ein Unterrichtsgang durch Regensburg mit römischem oder mittelalterlichem Schwerpunkt an. Als 2005 REX („Regensburg Experiance") erarbeitet wurde, waren auch unsere Domspatzen als frühe Testpersonen und Kritiker dabei. Die Sechstklässler begeisterte schon mehrmals der Archäologe Lothar Breinl mit seinem lebensnahen Steinzeitprojekt. Die Wandertage sollen zwar vor allem dem Wandern vorbehalten sein, sie lassen sich aber durchaus mit einem historisch wertvollen Ziel verbinden. Die Fahrt in die KZ-Gedenkstätte Dachau war für die 10. Jahrgangsstufe traditionell, jetzt besucht die 9. Jahrgangsstufe Flossenbürg. Das Armeemuseum Ingolstadt, das NS-Dokumentationszentrum Nürnberg oder andere für den Geschichtsunterricht interessante Adressen werden immer wieder angesteuert. Die viertägige Fahrt nach Berlin ist obligatorisch und durfte dem G 8 nicht zum Opfer fallen. Manchmal werden Zeitzeugen eingeladen, die dann im Wolfgangsaal referieren und den Schülern Rede und Antwort stehen. Mehrere Klassen konnten bereits die Gelegenheit nutzen und auf der „Navis Lusoria" rudern – ebenfalls eine Art Geschichtsunterricht, wenn auch oft aus anderer Motivation entstandenViele dieser Unternehmungen werden dann im Jahresbericht dokumentiert. So versucht die Fachschaft stets den goldenen Mittelweg zwischen Zusatzveranstaltungen und „normalem" Unterricht zu finden.

 

Konzentrationslager Flossenbürg

Lernort Geschichte: Flossenbürg

Bernhard Gietl

Ins KZ Flossenbürg sollte man ja in einer unwirtlichen Jahreszeit fahren, etwa im Februar, wenn der „Böhmische“ einem jede Minute im Freien vermiest. In diesem Schuljahr fiel die Fahrt der beiden neunten Klassen auf Anfang Mai, so dass die blühende Landschaft und die zwitschernden Vögel einen extremen Kontrast zur grausamen Realität der Wirklichkeit darstellten. In zwei Gruppen erkundeten die Buben das Areal des Lagers, in dem die Menschen nicht nur ihre Kleidung und ihren Namen, sondern auch ihre Seele abgeben mussten, wie es in der Ausstellung heißt. Die Berichte der Zeitzeugen, die diese Hölle überlebten, berührten fast mehr als der Besuch des Krematoriums. Das KZ Flossenbürg war zwar kein Vernichtungslager, aber auch als Arbeitslager war das Leben dort unmenschlich. Während es auf der Hinfahrt Informationen über das meist gute Zusammenleben mit den über 300 Juden in dieser Gegend gab und die Domspatzen den jüdischen Friedhof bei Floß besuchten, versuchten alle, die Exkursion mit dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ abzuschließen; der Text dazu stammt ja von Dietrich Bonhoeffer, der im KZ Flossenbürg den Tod fand.

Kettenhemden, Morgenstern und coole Sprüche. Die Ritter!

Kettenhemden, Morgenstern und coole Sprüche

Das mittelalterliche Rittertum hautnah bei den Domspatzen

Natürlich sind Schüler der Unterstufe fasziniert von den Rittern des Mittelalters und deren Burgen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass nahezu alle Schüler der siebten Klassen eifrig an Präsentationen zu verschiedenen Themen Im Zusammenhang mit dem Rittertum gearbeitet haben. Die Ergebnisse ihrer Mühen durften Sie in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien vor großem Publikum vorstellen...

In der Woche zuvor konnten sie die Burg Wolfsegg - eine der wenigen gut erhaltenen Burgen in der Umgebung Regensburgs – erkunden. Bei der mehr als zweistündigen Führung stellten sie fest, dass die Ritterzeit nicht nur einige Bauwerke, sondern vor allem eine große Anzahl von Redewendungen überdauert haben. Kaum einer hätte gedacht, dass die Redewendungen „Leg doch mal einen Zahn zu!“ und „der hat den Löffel abgegeben“ ihren Ursprung bei den „alten Rittersleut“ haben. Dass auf der Burg Wolfsegg heute noch eine „weiße Frau“ rumspukt, wie uns die Führerin „weiß machen" wollte, konnten die Jugendlichen aber dann doch nicht ganz glauben.

Ch. Kreikle

Steinzeitprojekt der sechsten Klassen

Steinzeitprojekt der sechsten Klassen

Auch 2011 konnte durch die Vermittlung von Herrn Gröninger der weit über Regensburg hinaus bekannte Archäologe Lothar Breinl gewonnen werden, um mit den jungen Domspatzen in den Alltag eines Steinzeitmenschen hineinzuschnuppern. Ein theoretischer Teil im großen Musiksaal brachte viele Informationen, etwa über das Feuermachen. Dass das ohne moderne Hilfsmittel alles andere als einfach ist, wussten die Sechstklässler bereits. Bis zum Besuch des Archäologen ist es jedenfalls keinem gelungen, ohne Streichholz, Feuerzeug und Co einen auch noch so kleinen Brand zu erzeugen. So gab es dann auch ehrlichen Szenenapplaus, nachdem der Archäologe in weniger als drei Minuten mit Pyrrit und "Feuerstein" jede Menge Schall und Rauch, aber halt auch echtes Feuer entfacht hatte. Der praktische Teil führte alle in die Aula, wo jeder Gelegenheit hatte, sich einen Bohrer zu bauen oder eine Muschel auf Hochglanz zu schleifen und sich einen prächtigen Anhänger zu schaffen. So wurde das Ziel Herrn Breinls erreicht: die Beschäftigung mit der Archäologie und sich davon begeistern zu lassen.

Bernhard Gietl, Christian Kreikle

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